Starkes erstes Quartal 2026 und Einblicke in die Stromvermarktung

06.2026 - ZurĂŒck zur Übersicht

Die W.E.B startet mit RĂŒckenwind ins GeschĂ€ftsjahr 2026. Im Rahmen des Investor:innen-Calls am 10. Juni prĂ€sentierte das Unternehmen ein deutlich verbessertes Ergebnis fĂŒr das erste Quartal. DarĂŒber hinaus standen aktuelle Entwicklungen in der Stromvermarktung in Österreich und Italien sowie die PlĂ€ne in Richtung Börse im Fokus.

Deutlich höhere Stromproduktion und Ergebnissteigerung

Die Stromproduktion der W.E.B lag im ersten Quartal 2026 durchschnittlich um 15 Prozent ĂŒber dem Niveau des Vorjahres. BegĂŒnstigt wurde diese Entwicklung durch gute WindverhĂ€ltnisse sowie zusĂ€tzliche ErzeugungskapazitĂ€ten aus neu errichteten Windparks.

Die höhere Stromproduktion spiegelte sich unmittelbar im Ergebnis wider: Das Ergebnis vor Steuern stieg von 8,6 Mio. EUR im ersten Quartal 2025 auf 14,8 Mio. EUR. Damit ist die W.E.B sehr erfreulich in das GeschÀftsjahr 2026 gestartet.

PlĂ€ne fĂŒr einen Börsengang

Michael Trcka, Vorstand Finance, fasste die auf der Hauptversammlung vorgestellten Überlegungen zu einem möglichen Börsengang noch einmal zusammen: „BewĂ€hrtes bewahren und fĂŒr Neues öffnen – das ist unsere Leitlinie.“

Ziel ist es, den Charakter der W.E.B als BĂŒrgerbeteiligungsgesellschaft zu erhalten und gleichzeitig zusĂ€tzliche Finanzierungsmöglichkeiten fĂŒr weiteres Wachstum zu schaffen. Das vorgestellte Modell sieht daher weiterhin eine starke Gruppe von NamensaktionĂ€r:innen als stabiles Fundament des Unternehmens vor. ErgĂ€nzend dazu soll ein begrenzter Anteil an börsennotierten Inhaberaktien die Ansprache neuer Investor:innen erleichtern und die Handelbarkeit der Aktie verbessern.

Stromvermarktung als verstÀrkt strategischer Erfolgsfaktor

Die Vermarktung von Strom aus Wind- und Photovoltaik-Kraftwerken hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verĂ€ndert. WĂ€hrend frĂŒher langfristige Einspeisetarife fĂŒr hohe Planungssicherheit sorgten, gewinnen heute Marktkenntnis, Risikomanagement und aktives Portfoliomanagement zunehmend an Bedeutung.

Anhand der MĂ€rkte Österreich und Italien erlĂ€uterte Roman Prager, Vorstand Operations, wie die W.E.B auf diese VerĂ€nderungen reagiert. Die W.E.B verfolgt dabei einen ausgewogenen Ansatz. Durch die Kombination aus langfristiger Absicherung von Stromerlösen und der gezielten Nutzung attraktiver Marktchancen wird die Basis fĂŒr nachhaltige wirtschaftliche Ergebnisse geschaffen werden.

Österreich: MarktprĂ€mienmodell erhöht die Anforderungen

In Österreich erfolgt die Förderung neuer Windparks heute ĂŒber das MarktprĂ€mienmodell des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes. Anders als bei den frĂŒheren FixvergĂŒtungen mĂŒssen Betreiber zunĂ€chst erfolgreich an Ausschreibungen teilnehmen und ihren Strom anschließend selbst vermarkten.

Damit sind Erzeuger erneuerbarer Energie stĂ€rker den Marktmechanismen ausgesetzt. Gleichzeitig bietet das System Anreize fĂŒr eine professionelle Vermarktung. Die MarktprĂ€mie wirkt dabei als Sicherheitsnetz: Sie gleicht niedrige Marktpreise aus und sorgt fĂŒr eine Absicherung nach unten.

Italien: Chancen durch freie Vermarktung

Anders stellt sich die Situation derzeit in Italien dar. Aufgrund des höheren Strompreisniveaus liegen die erzielbaren Marktpreise dort hĂ€ufig ĂŒber den Erlösen aus bestehenden Fördermodellen.

Vor diesem Hintergrund plant die W.E.B beim Projekt Apricena, einem Windpark mit einer installierten Leistung von 12 MW, die Stromproduktion kĂŒnftig ohne Inanspruchnahme des Fördertarifs zu vermarkten. Das Unternehmen sieht darin die Möglichkeit, zusĂ€tzliche Erlöspotenziale zu erschließen und gleichzeitig das Risiko aufgrund der ĂŒberschaubaren ProjektgrĂ¶ĂŸe auf einem gut beherrschbaren Niveau zu halten.

„Die Beispiele zeigen, dass die Vermarktung erneuerbarer Energie verstĂ€rkt und schon von Anfang an ĂŒber den wirtschaftlichen Erfolg von Kraftwerken mitentscheidet“, so Roman Prager. „Wir verfolgen dabei einen klaren Kurs: Chancen nutzen, Risiken sorgfĂ€ltig abwĂ€gen und langfristig stabile ErtrĂ€ge fĂŒr unsere AktionĂ€r:innen sichern.“

WeiterfĂŒhrende Informationen

PrÀsentation Investor:innen-Call
Newsmeldung Bericht zum 1. Quartal 2026