Windenergie: Große Zustimmung in der Bevölkerung

Meinungsumfrage unter 2.500 Östereicher:innen

11.2025 - Zurück zur Übersicht

Die Energiewende in Österreich braucht Rückenwind – und den bekommt sie. Eine aktuelle, repräsentative Umfrage im Auftrag der IG Windkraft unter 2.500 Österreicher:innen liefert ein deutliches Signal: Windkraft wird von der überwiegenden Mehrheit positiv gesehen. Die Studie wurde im Februar/März 2025 durchgeführt und liefert spannende Einblicke in Einstellungen, Chancen und Herausforderungen der Windenergie in Österreich.

83 % der Österreicher:innen stehen Windenergie positiv gegenüber

Laut der Umfrage verbinden die Menschen Windkraft mit Zukunft, Nachhaltigkeit und sauberer, regionaler Energie. 83 % der Befragten geben an, eine „sehr positive“ oder „eher positive“ Einstellung zur Windkraft“ zu haben.

Aufgeschlüsselt nach Altersgruppen zeigt sich eine durchgehend stabile Zustimmung – von 16 bis 75 Jahren.

Diese breite Unterstützung macht deutlich: Österreich ist bereit für mehr erneuerbare Energie aus der Region.

Warum die Zustimmung so hoch ist

Die Bevölkerung verbindet vor allem folgende Begriffe mit Windkraft:

  • Sauberer Strom (68 %)
  • Regionaler Strom (51 %)
  • Nachhaltigkeit (50 %)

Auch weitere positive Assoziationen wie Zukunft, Innovationskraft und Freiheit & Unabhängigkeit von ausländischen Mächten und Großmächten spielen eine wichtige Rolle.

Viele Befragte sehen die Windenergie als entscheidenden Baustein für die langfristige Energieversorgung Österreichs. 29 % stimmen „sehr“, 38 % „eher“ zu, dass Windkraft ein zentraler Teil der künftigen Energieversorgung sei.

Windkraft schafft regionale Vorteile

Die Studie zeigt deutlich: Windenergie wird nicht nur als ökologische, sondern auch als wirtschaftliche Chance gesehen.

  • 53 % sehen positive Effekte auf den Arbeitsmarkt
  • 55 % glauben an Vorteile für die Wirtschaft
  • 46 % stimmen zu, dass Windkraft Österreich unabhängiger von internationalen Energielieferanten macht

Akzeptanz im eigenen Wohnumfeld: Ein differenziertes Bild

Ein spannender Punkt aus der Studie:

  • 64 % finden den Ausbau von Windkraft wichtig, auch wenn man Windräder in der Landschaft sieht.
  • 55 % hätten keine Bedenken gegen Windräder im eigenen Wohnumfeld.

Gleichzeitig zeigt sich aber auch ein bekanntes Phänomen – der sogenannte NIMBY-Effekt (Not In My Backyard):

56 % stimmen zu, dass Windräder „weit entfernt von Orten gebaut werden sollten, in denen Menschen leben“.

Das bedeutet: Die grundsätzliche Zustimmung ist sehr hoch, aber der Standortfrage kommt eine besondere Bedeutung zu.

Klarer Wunsch: Erneuerbare Energien ausbauen

Neben der starken Zustimmung zur Windkraft zeigt die Umfrage auch die breite Unterstützung für erneuerbare Energien insgesamt. Photovoltaik auf Dächern (68 %) und Agri-PV (52 %) erzielen ebenfalls hohe Zustimmungswerte.

Im Vergleich dazu fallen fossile Energieträger deutlich ab.

Österreich erkennt klar den Weg in die Zukunft – und der führt in Richtung Wind, Sonne und nachhaltige Energieversorgung.

Fazit: Der Wind steht günstig für die Energiewende

Die Studie der IG Windkraft zeigt ein eindeutiges Stimmungsbild:
Österreich befürwortet den Ausbau der Windenergie – aus ökologischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Gründen.

Windkraft bedeutet für viele Menschen heute Sauberkeit, Regionalität, Zukunft und Unabhängigkeit.

Damit wird klar: Die Bevölkerung ist bereit für die nächsten großen Schritte in Richtung erneuerbare Energie. Jetzt braucht es die passenden politischen Rahmenbedingungen und die konsequente Umsetzung.