Energiespartipps von unseren Expert:innen

Die kalten Temperaturen lassen die Energiekosten hochschnellen. Wir wollen zeigen, wie Sie noch sorgsamer mit der Ressource Energie umgehen und Einsparungen erzielen können, ohne auf Komfort zu verzichten.

01.2026 - Zurück zur Übersicht

Energiesparen beim Heizen und Warmwasser

Hat man selbst Einfluss auf die Heizungstechnik, wäre die bevorzugte Technologie die Wärmepumpe (Luft-, Erd- oder Wasserwärme). Sie besticht durch geringe laufende Kosten und ist, mit Ökostrom betrieben, klimaneutral. Fernwärme und Pelletsheizungen wären die 2. Wahl, wobei bei Letzterer der erhöhte Platzbedarf zu beachten ist. PV-Anlagen sind eine optimale Ergänzung zur Wärmepumpe oder anderen elektrischen Heizungssystemen.

Auch wenn man nicht gleich das ganze Heizsystem tauschen kann oder darf – erhebliches Sparpotenzial steckt auch in scheinbar kleinen Maßnahmen:

Gut abdichten

Alte Türen und Fenster sind oft undicht und hier geht viel Wärme verloren. Dichtungen sind schnell und meist kostengünstig erneuert. Werden zusätzlich Außenrollos in der Nacht heruntergelassen, kann weniger Wärme entweichen.

Temperatur senken

Schon ein Grad weniger Raumtemperatur senkt die Heizkosten um bis zu sechs Prozent. Optimal sind etwa 20–22 °C in Wohnräumen. Im Schlafzimmer sorgen 17–18 °C für einen guten Schlaf.


Nachtabsenkung

Je nach Heizungsanlage ist es oft nicht sinnvoll, die Temperatur über Nacht abzusenken. Das Wiederaufheizen auf die Wohlfühltemperatur kostet oft mehr an Energie als ein durchgehender Betrieb. Bei längeren Abwesenheiten macht die Absenkung aber auf jeden Fall Sinn. Auch die Montage von Heizkörper-Thermostaten bei älteren Heizungen ist von Vorteil.
 

Wartung der Heizung

Werden die Heizkörper nicht gleichmäßig heiß, müssen sie entlüftet werden. Dies können Sie mit einem Heizkörperentlüfter, den Sie um wenige Euro in jedem Installationsbetrieb oder Baumarkt erhalten, einfach selbst durchführen – oder fragen Sie Ihre:n Installateur:in.
 

Schimmel vermeiden

Wenn es in der Wohnung zu größeren Temperaturschwankungen kommt, kann an bestimmten Stellen Wasser kondensieren und in der Folge Schimmel entstehen. Deshalb ist eine laufende und möglichst gleichmäßige Temperierung wichtig. Besonders in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit, etwa in Badezimmer, Küche oder in kühlen Zimmern, in denen Wäsche zum Trocknen aufgehängt wird, ist die Gefahr von Schimmel gegeben.
 

Richtiges Lüften

Der schnelle Austausch der Luft, ohne die Wände zu sehr auskühlen zu lassen, erfolgt mit 3- bis 5-minütigen Stoßlüftungen. Dabei öffnet man das Fenster ganz! Lässt man die Fenster gekippt, kühlen die Wände stark ab, die Heizkosten steigen und die Schimmelgefahr steigt.

Auch bei der Verwendung des Warmwasser kann gut eingespart werden:

  • Duschen statt baden
    Das spart deutlich mehr Wasser und Energie als ein Vollbad.
     
  • Sparduschköpfe einsetzen
    Verwenden Sie Sparduschköpfe und Durchflussbegrenzer, um den Wasserverbrauch zu reduzieren.

So sparen Sie Strom bei Geräten und Licht – ohne Komfortverlust

Strom sparen klingt oft nach Verzicht: weniger Licht, weniger Technik, weniger Komfort. Die gute Nachricht: Gerade bei elektrischen Geräten und der Beleuchtung lässt sich der Energieverbrauch mit kleinen Änderungen deutlich senken – ohne dass man im Dunkeln sitzen oder auf Lieblingsgeräte verzichten muss. Häufig sind es unbemerkte Stromfresser wie alte Leuchtmittel oder Geräte im Standby-Modus, die das Haushaltsbudget belasten. Wer hier ansetzt, spart nicht nur Geld, sondern reduziert auch ganz nebenbei den CO₂-Ausstoß.

In Keller, Flur oder Garage bleibt Licht oft unnötig an – Bewegungsmelder helfen automatisch. Auch draußen gilt: Muss die Beleuchtung wirklich die ganze Nacht an sein?

Tipp: Außenleuchten mit Bewegungsmelder, Zeitschaltuhr oder Dämmerungssensor sparen Strom und erhöhen zugleich die Sicherheit.

LED statt Glühbirne

Ein echter Klassiker unter den Energiesparmaßnahmen: der Wechsel zu LED-Lampen. LEDs sind heute in nahezu allen Lichtfarben und Formen erhältlich, vom gemütlichen Warmweiß fürs Wohnzimmer bis zum hellen Arbeitslicht.

Warum sich LED lohnt:

  • Bis zu 80 % weniger Energieverbrauch als Glühbirnen
  • Deutlich längere Lebensdauer
  • Weniger Wärmeverlust, dadurch effizienter

Tipp: Beim Kauf auf Lumen (Helligkeit) statt Watt achten: Eine 60-Watt-Glühbirne entspricht etwa 800 Lumen.

Standby vermeiden

Viele Geräte verbrauchen Strom, obwohl sie scheinbar aus sind – etwa TV, Konsole, Computer, Router oder Drucker.

So stoppen Sie Standby-Strom:

  • Geräte wirklich ausschalten, nicht nur per Fernbedienung
  • Abschaltbare Steckdosenleisten nutzen (auf Wunsch mit Einzelschaltern oder Master-Slave-Funktion, bei dem sich z. B. Monitor und Drucker sich automatisch ausschalten, wenn der PC aus ist)
     

Stecker ziehen

Auch eingesteckte Ladegeräte können Strom ziehen, selbst ohne angeschlossenes Gerät. Gleiches gilt für Geräte mit Display oder Standby-Funktion (z. B. Kaffeemaschine, Mikrowelle).
Gewohnheit mit Wirkung: Nach dem Laden Stecker ziehen oder über eine schaltbare Leiste trennen.

  • Bewegungsmelder & Außenlicht smart steuern
    In Keller, Flur oder Garage bleibt Licht oft unnötig an – Bewegungsmelder helfen automatisch. Auch draußen gilt: Muss die Beleuchtung wirklich die ganze Nacht an sein?

Tipp: Außenleuchten mit Bewegungsmelder, Zeitschaltuhr oder Dämmerungssensor sparen Strom und erhöhen zugleich die Sicherheit.

Intelligent Kochen und Waschen

Deckel verwenden

Wenn auch oft schon belächelt, aber kochen mit Deckel, spart bis zu 300% Energie.
 

Nachwärme nutzen

Schalten Sie Kochfelder und Backöen 10-15 Minuten vor Ende der Garzeit ab und nutzen Sie die Nachwärme.
 

Niedrige Temperaturen

Der Großteil der Energie beim Waschen wird zum Erwärmen des Wassers benötigt. Reduzieren Sie daher die Waschtemperatur. Meist reichen 30 ° völlig aus.
 

Volle Ladung

Beladen Sie sowohl den Geschirrspüler als auch die Waschmaschine immer voll.

Weitere Tipps

Regionale Produkte kaufen

Bevorzugen Sie regionale und saisonale Produkte, um Transportwege zu verkürzen.
 

Wiederverwerten

Vermeiden Sie Abfall, indem Sie Produkte wiederverwerten oder recyceln.

Fazit

Die beste Heizung ist die, die kaum arbeiten muss: Gute Dämmung, intelligente Steuerung und erneuerbare Energiequellen sowie der passende Stromtarif des W.E.B-Grünstroms sind der Schlüssel zu warmem, günstigem und klimafreundlichem Wohnen.

Auch Strom sparen bei Geräten und Beleuchtung ist keine große Wissenschaft: LEDs einsetzen, Standby vermeiden, Steckdosenleisten nutzen, Stecker ziehen und Licht gezielt steuern – das sind einfache Maßnahmen, die sich schnell bemerkbar machen. Viele dieser Schritte kosten wenig Aufwand, bringen aber dauerhaft Einsparungen und tragen gleichzeitig zum Klimaschutz bei.

Schon kleine Änderungen im Alltag, wie energiesparendes Kochen, niedrige Waschtemperaturen, volle Maschinen sowie der Kauf regionaler Produkte und Recycling, können Energie sparen und die Umwelt nachhaltig schonen.