W.E.B-KamingesprÀche 2026

Ausbau der Erneuerbaren als SchlĂŒssel fĂŒr Versorgungssicherheit und wirtschaftliche StabilitĂ€t

02.2026 - ZurĂŒck zur Übersicht

Unter dem Motto „Ziele erreichen, Zukunft gestalten“ standen die W.E.B-KamingesprĂ€che 2026 ganz im Zeichen des Unternehmenswachstums, der zunehmenden Professionalisierung und der zentralen Rolle erneuerbarer Energien fĂŒr eine sichere und unabhĂ€ngige Energieversorgung. Die WEB Windenergie AG (W.E.B) unterstrich dabei ihre Rolle als treibende Kraft der Energiewende und kĂŒndigte weitere Ausbauvorhaben in Europa und Kanada an.

Erneuerbare Energien als Fundament fĂŒr UnabhĂ€ngigkeit und StabilitĂ€t

„Der Ausbau erneuerbarer Energien ist nicht nur ökologisch notwendig, sondern auch eine tragfĂ€hige Grundlage fĂŒr Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Resilienz“, betonte Stefanie Markut, VorstĂ€ndin Corporate Development. Gerade vor dem Hintergrund aktueller geopolitischer Entwicklungen werde deutlich, wie wichtig eine stabile, heimische Stromversorgung fĂŒr Österreich und Europa ist. Zugleich steige der Strombedarf kontinuierlich – ein beschleunigter Ausbau von Wind- und Photovoltaikanlagen sei daher unerlĂ€sslich.

In drei Jahren mehr erreicht als zuvor in einem Jahrzehnt

Die W.E.B befindet sich in einer intensiven Wachstums- und Professionalisierungsphase. In den Jahren 2024 und 2025 brachte das Unternehmen 52 Anlagen ans Netz. Mit den geplanten Inbetriebnahmen des laufenden Jahres ergibt sich neue Kraftwerksleistung von rund 340 MW. „Wir schaffen jetzt in drei Jahren, wofĂŒr zuvor mehr als zehn Jahre erforderlich waren“, erklĂ€rte Stefanie Markut mit Blick auf die Dynamik im Projektportfolio. Dieses Wachstum basiert auf einem aktiven Portfoliomanagement, einer klaren Internationalisierungsstrategie sowie einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Unternehmensstrukturen.

Neue gesetzliche Rahmenbedingungen als Meilenstein fĂŒr den Markt

Ein zentrales Thema der KamingesprĂ€che war die Bedeutung stabiler und zeitgemĂ€ĂŸer rechtlicher Rahmenbedingungen. Insbesondere das kĂŒrzlich beschlossene ElektrizitĂ€tswirtschaftsgesetz (ElWG) stellt einen wichtigen Meilenstein fĂŒr Österreich dar. Es modernisiert den Strommarkt und schafft neue Möglichkeiten fĂŒr innovative GeschĂ€ftsmodelle.

Besonders relevant ist dabei auch die neue Regelung zu Speicheranlagen, die kĂŒnftig mehr Klarheit und Planungssicherheit schafft. Roman Prager, Vorstand Operations: „Mit der neuen gesetzlichen Grundlage kann nun unser Batterieprojekt am Standort Grafenschlag umgesetzt werden. Damit wird das Hybridprojekt aus Windpark und Photovoltaikanlage um eine zukunftsweisende Speicherlösung ergĂ€nzt. Positiv wirkt sich zudem aus, dass die Batteriepreise in den vergangenen Jahren deutlich gesunken sind.“ Die W.E.B kĂŒndigte an, Speicherlösungen kĂŒnftig bei allen Projekten mitzudenken.

Windschwaches Jahr laut Studie im Rahmen stabiler Trends

Die Stromproduktion der W.E.B-Gruppe lag 2025 trotz deutlich gestiegener Kraftwerksleistung auf einem Ă€hnlichen Niveau wie im Vorjahr. Ursache dafĂŒr war eine außergewöhnlich windschwache Situation in Europa. Ein Zusammenhang mit dem Klimawandel wird derzeit nicht gesehen. Eine von der W.E.B beauftragte Studie der BOKU Wien liefert keine Hinweise darauf, dass sich das Windaufkommen in Europa klimabedingt mittelfristig verringert.

Effizienz und Digitalisierung als Wachstumstreiber

Neben dem KapazitĂ€tsausbau arbeitet die W.E.B intensiv daran, ihre internen Strukturen weiter zu professionalisieren und Kostenstrukturen laufend zu optimieren. Nach einer Phase starken Personalaufbaus in den Jahren 2022 bis 2024 blieb die Zahl der Mitarbeiter:innen 2025 weitgehend konstant. Durch Prozessoptimierungen und neue Softwarelösungen sieht sich das Unternehmen gut gerĂŒstet, die nĂ€chsten Wachstumsschritte mit bestehenden Teams umzusetzen.

7.000 AktionĂ€r:innen – und Blick auf mittelfristige BörsenplĂ€ne

Die Zahl der AktionĂ€r:innen steigt weiter: Aktuell zĂ€hlt die W.E.B rund 7.000 AktionĂ€r:innen. Michael Trcka, Vorstand Finance: „Wir sehen insbesondere bei jungen Investor:innen noch großes Potenzial und beschĂ€ftigen uns daher intensiv mit Maßnahmen, um die W.E.B-Aktie fĂŒr diese Zielgruppe attraktiver zu machen.“ Ein möglicher Börsengang gilt als strategische Option – unter anderem wegen der einfacheren Handelbarkeit ĂŒber moderne Trading-Plattformen. Gleichzeitig soll die Eigenkapitalbasis gestĂ€rkt werden, um das geplante Wachstum langfristig abzusichern.

Bei der kommenden Hauptversammlung am 29. Mai 2026 wird die W.E.B einen konkreten Plan fĂŒr einen möglichen mittelfristigen Börsengang vorstellen. Eine Abstimmung darĂŒber ist jedoch noch nicht vorgesehen. FrĂŒhestens bei der Hauptversammlung des Folgejahres könnte ein konkreter Beschlussvorschlag eingebracht werden.

Ausblick: Projekte in Kanada, Frankreich, Deutschland und Österreich

Zum Abschluss der KamingesprĂ€che gab Florian MĂŒller, Vorstand Project Development, einen detaillierten Ausblick auf anstehende Inbetriebnahmen:

  • In Kanada wird das Projekt Weavers Mountain mit 16 Anlagen umgesetzt. Die Turbinenlieferung wird im Sommer erwartet, die Inbetriebnahme soll bis Jahresende erfolgen. Mit Sugar Maple befindet sich bereits das nĂ€chste Großprojekt in der Genehmigungsphase.
  • In Frankreich schreitet das Projekt Poilly mit sechs Anlagen zĂŒgig voran. Alle Fundamente sind bereits fertiggestellt, die Umsetzung lĂ€uft planmĂ€ĂŸig.
  • In Deutschland wird mit Wörbzig II ein kleineres, aber technologisch besonders modernes Projekt realisiert: Zwei Windkraftanlagen der 7-MW-Klasse mit einer Nabenhöhe von 164 Metern liefern insgesamt 14 MW – eine Leistung, fĂŒr die vor rund zehn Jahren noch sieben Anlagen notwendig gewesen wĂ€ren.
  • In Österreich wird mit Rohr II in der Steiermark ein weiteres Photovoltaikprojekt zur Erweiterung der bestehenden Anlage umgesetzt.
  • In Tschechien ist in BƙeĆŸany eine Windpark-Inbetriebnahme fĂŒr 2027 geplant, in Rasnice fĂŒr 2028.

W.E.B auf Kurs in Richtung 1 Gigawatt

Mit Blick auf die ambitionierten AusbauplĂ€ne bekrĂ€ftigte Florian MĂŒller: „Wir sind weiter auf Kurs in Richtung 1 Gigawatt. Unsere Teams arbeiten konsequent an der Umsetzung der laufenden Projekte und der weiteren Entwicklung des Portfolios.“ Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung, einer gut gefĂŒllten Projektpipeline und einem stabilen Kraftwerkspark sieht sich die W.E.B solide positioniert, um auch in einem sich wandelnden Marktumfeld weiterhin rentabel zu wachsen.