Großes Interesse beim Dialogforum in Pernegg
Wichtige Impulse für die nächste Phase der Planungswerkstatt
03.2026 - Zurück zur Übersicht
Vergangenen Sonntag fand in der Marktgemeinde Pernegg das Dialogforum zur Energiezukunft statt. In intensiven Gesprächen zwischen Planungsgruppe, Bürger:innen, Bürgermeister, Gemeinderat sowie den Moderatorinnen von Firma GUSTA wurden sowohl positive Aspekte als auch kritische Anliegen offen diskutiert. Ziel der Veranstaltung war es, den gemeinsamen Wissensstand zu vertiefen und wertvolle Anregungen für die kommenden Arbeitsschritte zu sammeln. Der Austausch stieß auf großes Interesse und war sehr gut besucht.
Die Planungswerkstatt setzt bewusst auf eine intensive Form der Beteiligung: Anstelle eines einfachen Ja/Nein-Votums erarbeitet eine vielfältig zusammengesetzte Planungsgruppe – unabhängig moderiert von GUSTA – eine fundierte Entscheidungsgrundlage. Behandelt werden zentrale Themen wie Landschaft und Natur, Energie und Versorgungssicherheit, Nutzen und Beteiligung sowie Lebensqualität und Fairness. Die Ergebnisse münden in Empfehlungen an den Gemeinderat, der darauf aufbauend weitere Entscheidungen trifft.
Mit den zahlreichen Rückmeldungen aus dem Dialogforum startet die Planungsgruppe nun in den dritten Workshop. Dort werden – basierend auf den eingebrachten Hinweisen – verschiedene Planungsvarianten anhand der gemeinsam definierten Kriterien bewertet. Konkrete Standorte oder Anlagenzahlen sind weiterhin offen. Die technischen Expert:innen der beteiligten Betreiberunternehmen WEB Windenergie, Windkraft Simonsfeld und EVN Naturkraft erarbeiten derzeit unterschiedliche Varianten, ergänzt durch Visualisierungen aus mehreren Perspektiven. So sollen Entscheidungsprozesse transparent und nachvollziehbar gestaltet werden.
Die ausgearbeiteten Varianten werden zunächst in der Planungswerkstatt bewertet und anschließend dem Gemeinderat als Entscheidungsgrundlage vorgelegt.
Klimaökonomin Sigrid Stagl betont: „Planungsgruppen sind besser als reine Ja/Nein‑Befragungen – informierte Menschen können gemeinsam abwägen und tragfähige Empfehlungen entwickeln.“
Bürgermeister Andreas Nendwich ergänzt: „Mein Dank gilt der Planungsgruppe für viele Stunden intensiver, konstruktiver Arbeit. Das Sichere an Gas und Öl ist nur die nächste Krise. Gerade in unsicheren Zeiten ist es wichtig, Erneuerbare Energie vor Ort sachlich, fair und gemeinsam zu prüfen – und danach umzusetzen.“