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Stakeholder & Governance

NACHHALTIGKEIT: AUSGLEICHSMASSNAHMEN

Die Natur profitiert

Ob Straßen, GebĂ€ude oder Bahntrassen – wann immer der Mensch etwas errichtet, bedeutet dies einen Eingriff in die Natur. Das ist selbstverstĂ€ndlich auch bei der Errichtung von WindrĂ€dern der Fall. Doch gerade Windenergie-Projekte sind ein Paradebeispiel dafĂŒr, wie aus diesen Eingriffen Aufwertungen fĂŒr den Naturhaushalt entstehen.

Die Entwicklung von Windenergie-Projekten hat im Laufe der vergangenen Jahre immer stĂ€rker an KomplexitĂ€t zugenommen. Dementsprechend viel Know-how ist dabei gefragt. Vor allem zwei Eigenschaften mĂŒssen Entwickler:innen mitbringen: Geduld und Akribie. Denn ein Projekt entsteht nicht von heute auf morgen; es steckt viel Arbeit darin, einen Windpark zu planen und diesen zur Genehmigung vor die Behörden zu bringen. Der Naturschutz spielt dabei eine bedeutende Rolle.

NaturvertrĂ€glichkeit auf Herz und Nieren geprĂŒft

Die Liste an Genehmigungen, die man fĂŒr die Errichtung eines Windrads braucht, ist lang. Das ist kein Nachteil; denn steht am Ende der aufwendigen Verfahren ein positiver Bescheid, ist das entsprechende Projekt in hohem Maße legitimiert – auch bzw. vor allem in Hinblick auf den Naturschutz.

Auf den ersten Blick unscheinbar, aber voller Leben: AusgleichsflĂ€chen fĂŒr Windparks stellen einen klaren Mehrwert fĂŒr den Naturraum dar.

Denn die NaturvertrĂ€glichkeit eines Projekts nimmt bereits bei der Planung einen zentralen Stellenwert ein und wird ĂŒber die gesamte Lebensdauer eines Windparks laufend evaluiert. Es gilt zu bewerten, welche VerĂ€nderungen das Projekt am Standort verursacht und wie damit umzugehen ist – kurzum: wie ein Ausgleich fĂŒr den ge­planten Eingriff geschaffen werden kann. Die W.E.B arbeitet dabei mit unabhĂ€ngigen Biolog:innen zusammen, um ge­meinsam ein Konzept mit vielfĂ€ltigen Ausgleichsmaßnahmen zu erarbeiten. Im Verfahren zur Projektgenehmi­gung werden die vorgeschlagenen Maßnahmen von ebenfalls unabhĂ€ngigen SachverstĂ€ndigen der Behörden genau geprĂŒft – meist im Zuge der umfangreichen UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung (UVP). DarĂŒber hinaus haben anerkannte Naturschutz-NGOs Parteienstellung in diesem Verfahren und können jederzeit EinwĂ€nde gegen das Vorhaben oder Teile des Vorhabens einbringen. Naturschutzrechtliche Interessen sind in der UVP also zu jeder Zeit gewahrt – dies wird durch eine positive Beurteilung des Projekts bestĂ€tigt. Unser Ziel geht aber darĂŒber hinaus: Es soll ein wahrer Mehrwert fĂŒr den Naturraum geschaffen werden.

FlÀchenaufwertungen

Ausgleichsmaßnahmen sind also viel mehr als nur ein Ausgleich fĂŒr die durch WindrĂ€der genutzten FlĂ€chen. In der Regel werden landwirtschaftlich stark beanspruchte Böden aus ihrer intensiven Nutzung herausgenommen und FlĂ€chen angelegt, auf denen sich Flora und Fauna entfalten können.

Die blĂŒtenreichen AusgleichsflĂ€chen in DĂŒrnkrut-Götzendorf beherbergen eine Vielzahl an Insekten – hier rastet beispielsweise ein Distelfalter Vanessa cardui.

In vielen FĂ€llen werden gefĂ€hrdete Tier- und Pflanzenarten durch diese Maßnahmen nicht nur erhalten, sondern gestĂ€rkt. Neben den Aufwertungen der FlĂ€chen zielen die Maßnahmen auch auf die Verbesserung bzw. Her­stellung von attraktiven Nahrungshabitaten fĂŒr Greifvögel ab. All diese Maßnahmen werden laufend durch die Biolog:innen untersucht und evaluiert.

Eine solche Evaluierung erfolgte auch 2022 fĂŒr den Windpark DĂŒrnkrut-Götzendorf. 2012 waren hier fĂŒr zehn WindrĂ€der AusgleichsflĂ€chen im Umfang von rund 25 Hektar angelegt worden. Das Ergebnis der umgesetzten Maßnahmen zeigt, dass eine messbare Aufwertung des Naturraums gelungen ist. Die Greifvögel nehmen die geschaffenen Nahrungs­habitate hervorragend an. Insgesamt elf verschiedene Greifvogelarten konnten im Bereich der FlĂ€chen nachgewiesen werden. Gleichzeitig beherbergen die AusgleichsflĂ€chen auch andere geschĂŒtzte und gefĂ€hrdete Tier- und Pflanzenarten der Acker- und Feuchtwiesenlandschaft. So wurden bisher 30 GefĂ€ĂŸpflanzenarten der Roten Liste sowie 25 Heuschrecken- und Fangschreckenarten gesichtet.

Die FlĂ€chenaufwertungen im Zuge des Projekts DĂŒrnkrut-Götzendorf stehen exemplarisch fĂŒr viele bereits umgesetzte Maßnahmen. Die Natur profitiert bei Windenergie-Projekten also gewissermaßen doppelt: Die Aufwertung der FlĂ€chen schafft wertvollen Naturraum, und die Produktion Erneuerbarer Energie schĂŒtzt heimischen Lebensraum, der durch die Klimakrise stark bedroht ist.

  • Carbon Footprint 2022

    249 t CO2e

  • Carbon Handprint 2022

    252.476 t CO2e

CO2-Fußabdruck

2022 wurde zum fĂŒnften Mal in Folge der Carbon Footprint der WEB Windenergie AG nach den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard (GHG Protocol) ermittelt. Im abgelaufenen Jahr kam die W.E.B dabei auf einen CO2-Fußabdruck von 249,2 t CO2e*.

Dem Carbon Footprint der W.E.B in Österreich wurde auch 2022 der Carbon Handprint gegenĂŒbergestellt, also der ins österreichische Netz eingespeiste Strom aus Erneuerbaren Energien. Der Handprint betrug 252.476 t CO2e.

Treibhausgas-Emissionen 2022* tCO2e Anteil
Scope 1 229,0 91,9 %
Scope 2 (marktbasiert) 20,1 8,1 %
Scope 2 (standortbasiert) 290,6  
Corporate Carbon Footprint 249,2  100 %

* Die Scope-1-Emissionen wurden mit den Emissionsfaktoren fĂŒr Diesel und Benzin des österreichischen Umweltbundesamts berechnet, die Scope-2-Emissionen wurden mit dem Emissionsfaktor fĂŒr die Stromaufbringung Österreich (standortbasierter Ansatz) und dem Emissionsfaktor „Umweltzeichen GrĂŒner Strom“ (marktbasierter Ansatz) des österreichischen Umweltbundesamts berechnet. Die Gesamtemissionen (Corporate Carbon Footprint) wurden – wie im Sektor ĂŒblich – mit dem marktbasierten Wert berechnet.

MITARBEITER:INNEN

Neues Personal fĂŒr verstĂ€rktes Wachstum

Im vergangenen Jahr ist die W.E.B krĂ€ftig gewachsen. Eine Reihe von neuen Projekten hat einen deutlichen Zuwachs an Mitarbeiter:innen verlangt. Obwohl der entsprechende Arbeitsmarkt ein heiß umkĂ€mpftes Terrain bildet, ist es der W.E.B gelungen, die geplanten Stellen zu besetzen – und das auf durchgĂ€ngig hohem Niveau. Um auch fĂŒr die Zukunft gerĂŒstet zu sein, setzen wir auf gezielte Nachwuchsförderung und Schulungen von FĂŒhrungskrĂ€ften. Gleichzeitig wurde das Unternehmen in Teilen umstrukturiert.

Die Zeichen standen im Jahr 2022 fĂŒr die W.E.B eindeutig auf Wachstum. Die Energiewende ist auf dem Boden der konkreten Projektierungen angekommen. Die W.E.B steht schon seit Langem als Teil der Lösung zur BewĂ€ltigung der Klimakrise bereit. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen erneut durch engagierte und konsequente Projektentwicklung die FrĂŒchte seiner Pionierarbeit ernten. Denn obwohl 2022 ein vergleichsweise schwaches Windjahr war, konnte ein neuer Produktionsrekord von 1.312 GWh verzeichnet werden. Das erklĂ€rt sich daraus, dass die W.E.B in Österreich und in den USA Neuinbetriebnahmen in der GrĂ¶ĂŸenordnung von 52,4 MW vorgenommen hat. 

Dieses krĂ€ftige Wachstum ist natĂŒrlich nur möglich und umsetzbar, wenn ausreichend qualifiziertes Personal gefunden wird. Ein lebendiges Unternehmen wie die W.E.B kann nur mit seinen Mitarbeiter:innen wachsen.

Doch auch die Mitbewerber suchen qualifiziertes Personal, und der Arbeitsmarkt fĂŒr FachkrĂ€fte ist inzwischen so kompetitiv wie seit Jahren nicht mehr. Nichtsdestotrotz ist es der W.E.B gelungen, die im Budget fĂŒr 2022 geplanten Stellen zu besetzen – und das durchgĂ€ngig in der gewĂŒnschten und erforderlichen QualitĂ€t.

FĂŒr die Entwicklung von neuen Kraftwerksprojekten konnten wir weltweit insgesamt 23 neue Kolleg:innen gewinnen:

Frankreich: 7 | Österreich: 5 | Deutschland: 3 | Italien: 3 | USA: 3 | Kanada 1 | Slowakei: 1

 

FĂŒr die Bereiche Operations, Vermarktung und Administration wurden weitere 22 Mitarbeiter:innen eingestellt. Außerdem wurde das ella-Team mit vier neuen Mitarbeiter:innen neu aufgebaut.

Zu einem effizienten, professionellen Personalmanagement gehört natĂŒrlich auch die Nachwuchsförderung. Oft ist ein Praktikumsplatz ein gutes Sprungbrett fĂŒr eine weitere Karriere im Unternehmen. Die entsprechende Abteilung hat dann den unschĂ€tzbaren Vorteil, dass der Neuzugang eine Reihe von ArbeitsablĂ€ufen bereits kennengelernt hat. Weltweit waren im Jahr 2022 in der W.E.B 18 Praktikant:innen tĂ€tig. FĂŒnf Werkstudierende konnten mit einer geringfĂŒgigen BeschĂ€ftigung fĂŒr eine eventuelle weitere Laufbahn ans Unternehmen angebunden werden. Neue Kolleg:innen werden nach dem Recruiting im Rahmen eines grĂŒndlichen Onboarding- und Einarbeitungsprozesses systematisch in das Unternehmen integriert, damit sie mit den zukĂŒnftigen Aufgaben rasch vertraut werden und die Unternehmensstruktur sowie die wichtigen Arbeitsprozesse schnell kennenlernen. Außerdem können sie auf diesem Weg erste Kontakte zu Kolleg:innen und zu diversen InformationskanĂ€len aufbauen und die Unternehmenskultur der W.E.B praktisch erfahren.

Ausblick fĂŒr das Jahr 2023

Angesichts des Wachstumspfades der W.E.B wird das Personalmanagement auch im kommenden Jahr vor großen Herausforderungen stehen. Derzeit werden weitere 50 bis 60 Mitarbeiter:innen gesucht, was in einigen StandortlĂ€ndern keine einfache Aufgabe darstellt. Die Erfolge beim Recruiting im vergangenen Jahr stimmen jedoch optimistisch.

Änderungen in der LĂ€nderorganisation und bei ella

In der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der französischen W.E.B-Tochter hat ein Wechsel stattgefunden. Nicolas Blais, langjĂ€hriger Projektexperte fĂŒr die W.E.B und vormaliger GeschĂ€ftsfĂŒhrer, bildet gemeinsam mit Emeline Beck das Country Management in Frankreich. DarĂŒber hinaus verfĂŒgt die W.E.B ĂŒber stabile FĂŒhrungsstrukturen in allen auslĂ€ndischen Tochterunternehmungen.

Auch der Ladeinfrastruktur-Pionier ella hat eine neue GeschĂ€ftsfĂŒhrung bekommen. Sie besteht nun aus einem erfahrenen Zweierteam: der langjĂ€hrigen W.E.B-Mitarbeiterin Marianna Jelinek, zustĂ€ndig fĂŒr Errichtung und Betrieb der Standorte, sowie dem Neuzugang Lukas Haider, der sich um das Wachstum des ella-Ladenetzwerks, insbesondere der Schnelllader, kĂŒmmert.

Personalentwicklung und Leadership

Die Zeit der pandemiebedingten EinschrĂ€nkungen im Seminarbetrieb ist vorbei. Alle geplanten externen Schulungen fĂŒr die Fachbereiche konnten online oder als PrĂ€senzveranstaltungen durchgefĂŒhrt werden.

Das Jahr 2022 war ein Jahr der fundierten Konzeptionierung mit Blick auf die Zukunft des Unternehmens: Ein ganzjĂ€hriger W.E.B-interner Lehrgang fĂŒr NachwuchsfĂŒhrungskrĂ€fte und junge FĂŒhrungskrĂ€fte ist startklar fĂŒr das erste Quartal 2023. Das bewĂ€hrte Instrument der Leadership-CafĂ©s wird wiederaufgenommen.

Überdies wurde die Projektentwicklung auf der Personalebene professionalisiert: Projektmanagement-Schulungen fĂŒr alle Projektierungsmitarbeiter:innen sowie fĂŒr potenzielle Projektleiter:innen erfolgten weltweit im Rahmen eines internen Projekts.

Interne Besetzung von FĂŒhrungspositionen

Zur Vorbereitung des weiteren Wachstumskurses der W.E.B wurde ein internes Restrukturierungsprojekt durchgefĂŒhrt, um den notwendigen Raum und die FlexibilitĂ€t fĂŒr ein stark ansteigendes Arbeitsvolumen zu schaffen. In diesem Zusammenhang wurden zwei neue Bereichsleiter nominiert: Martin Jahn, bislang Abteilungsleiter Monitoring Center, und Roman Prager, Abteilungsleiter Operations. Die Nachbesetzungen in diesen beiden Abteilungen sowie die Besetzung der drei neu geschaffenen Abteilungen konnten sĂ€mtlich mit internen PotenzialtrĂ€gern vorgenommen werden. Damit ist zu aller Freude gelungen, dass im Jahr 2022 alle Besetzungen fĂŒr FĂŒhrungsfunktionen intern besetzt werden konnten.

Internationalisierung – Umsetzung in den Human Resources

Um dem starken Wachstum vor allem im Ausland und damit der Internationalisierung des Unternehmens Rechnung zu tragen, wurden die HR-Teams neu ausgerichtet. FĂŒr jedes Land gibt es fĂŒr die HR-Haupt­prozesse eindeutige Ansprechpartner:innen, die HR Business Partner (HRBP), mit einem Schwerpunkt in der UnterstĂŒtzung bei der Suche und Integration neuer Mitarbeiter:innen.

Zudem konnte fĂŒr die osteuropĂ€ischen LĂ€nder eine Mitarbeiterin aus der Region mit entsprechender Sprachkompetenz gewonnen werden.

Kennzahlen            2021          2022
Mitarbeiter (Konzern) Personen          188 210
VollzeitĂ€quivalente          170,1 191,4
Frauenanteil % 37,2 38,6
Durchschnittsalter Jahre 38,2 37,6
Eintritte Personen 58 72
   davon Praktikanten   21 18
Austritte Personen 47 49
   davon Praktikanten   20 18
   davon Elternkarenz   6
Durchlaufzeit Recruiting Monate 3,2 3,2
Durchschnittliche Verweildauer Jahre 6,1 5,8
VerhĂ€ltnis der JahresgesamtvergĂŒtung der Person mit dem höchsten Gehalt im Vergleich zum mittleren Niveau (Median) der JahresgesamtvergĂŒtung aller Angestellten (Konzern)   8,0 7,6
Angestellte, die von Tarifverhandlungen erfasst werden (Konzern) % 80 80

INVESTOR RELATIONS

Hohes Interesse an den W.E.B-Aktien

Ein wesentliches Fundament fĂŒr den Erfolg der W.E.B ist die Tatsache, dass sie aus BĂŒrger:innenbeteiligung entstanden und diesem Prinzip bis heute treu geblieben ist. Ihre wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit macht die W.E.B zu einem grĂŒnen Investment. Speziell auf die W.E.B-Aktie haben auch 2022 viele Investor:innen gesetzt, was sich deutlich im Aktienpreis und in der AktionĂ€r:innenzahl niederschlug.


Nach der Kapitalerhöhung 2021 blieb das Interesse von Investor:innen an der W.E.B-Aktie ungebrochen. Mehr als 700 Menschen waren so von der W.E.B ĂŒberzeugt, dass sie zu neuen AktionĂ€r:innen wurden – ein neuer Rekord außerhalb von Kapitalerhöhungen. Wenig ĂŒberraschend schlug sich dieses Interesse auch im Aktienpreis nieder, der einen Jahresdurchschnittswert von 196,52 EUR erreichte.

Die W.E.B-Aktie

W.E.B-Aktien sind eine Green-Investment-Option fĂŒr alle, die sich direkt an der Energie­wende beteiligen möchten. Sie haben sich seit der GrĂŒndung der Aktiengesellschaft als stabil erwiesen und unseren AktionĂ€r:innen bisher eine beachtliche Performance geboten. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet nicht zuletzt die nachhaltige Dividendenpolitik. Nachdem die Unternehmensgewinne in den ersten zehn Jahren zur GĂ€nze in den weiteren Ausbau geflossen waren, schĂŒttet die W.E.B seit 2010 regelmĂ€ĂŸig Dividenden an ihre AktionĂ€r:innen aus. Die W.E.B plant, rund ein Drittel des Konzerngewinns als Dividende auszuschĂŒtten, um einerseits die AktionĂ€r:innen angemessen zu beteiligen und andererseits auch ausreichend Eigenkapital fĂŒr das zukĂŒnftige Wachstum bereitzustellen.

 

Dividende 2018 2019 2020 2021 2022
EUR 1,80 1,00 2,60 2,10 2,901

1 Vorschlag Hauptversammlung 2022

Die W.E.B-Aktien sind vinkulierte Namensaktien, die nicht an der Börse notieren und daher auch nicht ĂŒber die Börse gehandelt werden können. Transaktionen können aber mithilfe der Online-Plattform www.traderoom.at unkompliziert angestoßen werden. Die Registrierung fĂŒr den Traderoom und die Abwicklung von Transaktio­nen sind einfach und mit geringem Zeitaufwand möglich, zudem fallen keinerlei GebĂŒhren an. Alle AktionĂ€r:innen und Interessent:innen können auf der Plattform www.traderoom.at Kauf- oder Verkaufsangebote einstellen oder nach vorhandenen Kauf- oder Verkaufsangeboten suchen. Es handelt sich dabei um einen reinen Infor­mationsaustausch; eine Vermittlerfunktion wird von der W.E.B nicht ĂŒbernommen.

Im Jahr 2022 wechselten insgesamt 76.110 StĂŒck Aktien mit einem Volumen von rund 15 MEUR mit Unter­stĂŒtzung des Traderooms ihre Besitzer:innen. Der höchste durchschnittliche Handelspreis der Aktie lag im April 2022 bei 217,56 EUR.

Außerhalb des Traderooms wurden im Berichtsjahr 53.266 Aktien ĂŒbertragen. Davon ist der W.E.B bei 28.512 Aktien der Transaktionspreis bekannt. Dieser betrug im Schnitt 176,53 EUR.

Zum 31.12.2022 betrug die Anzahl der ausgegebenen Stammaktien 3.172.983 StĂŒck. Die Anzahl der AktionĂ€r:innen stieg von 5.573 zum Jahresende 2021 auf 6.305 per 31.12.2022.

AktionĂ€r:innen nach AnteilsgrĂ¶ĂŸen per 31.12.2022

Gruppen Untere Grenze Obere Grenze Aktien (Anzahl) Aktien (%) AktionÀr:innen (Anzahl) AktionÀr:innen (%)
Bis zu 0,1 % 1 3.172 1.841.268 58,03 % 6.135 97,30 %
Mehr als 0,1 % bis zu 0,5 % 3.173 15.864 924.683 29,14 % 156 2,47 %
Mehr als 0,5 % bis zu 1 % 15.865 31.729 208.162 6,56 % 10 0,16 %
Mehr als 1 % bis zu 2 % 31.730 63.459 118.000 3,72 % 3 0,05 %
Mehr als 2 % bis zu 3 % 63.460 95.189 80.870 2,55 % 1 0,02 %
Gesamt     3.172.983 100,00 % 6.305 100,00 %

per 31.12.2022:
Entwicklung der AktionÀr:innenzahlen

per 31.12.2022:
Regionale Verteilung der Aktien

Anzahl Anteil Region
1.950.215 61,46 % Niederösterreich
377.288 11,89 % Wien
285.073 8,98 % Oberösterreich
496.830 15,66 % Österreich ohne NÖ, OÖ und Wien
3.109.406 98,00 % Österreich gesamt
63.577 2,00 % Andere LĂ€nder
3.172.983 100 % Alle Aktien

 

per 31.12.2022:
Regionale Verteilung der AktionÀr:innen

Anzahl Anteil Region
3.233 51,28 % Niederösterreich
1.104 17,51 % Wien
892 14,15 % Oberösterreich
912 14,46 % Österreich ohne NÖ, OÖ und Wien
6.141 97,40 % Österreich gesammt
164 2,60 % Andere LĂ€nder
6.305 100 % Alle AktionÀr:innen

 

Durchschnittlicher Handelspreis (EUR):
Traderoom: Durchschnittspreis der Aktie im Jahresvergleich

Da die W.E.B-Aktie nicht börsenotiert ist, wird auch kein Kurs gebildet. Die hier dargestellten Durchschnittspreise werden aus den Transaktionen via Traderoom ermittelt. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lĂ€sst keinen RĂŒckschluss auf die kĂŒnftige Entwicklung zu.

in EUR:
Traderoom: Durchschnittspreis der Aktie im Verlauf des Jahres 2022

Da die W.E.B-Aktie nicht börsenotiert ist, wird auch kein Kurs gebildet. Die hier dargestellten Durchschnittspreise werden aus den Transaktionen via Traderoom ermittelt. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lĂ€sst keinen RĂŒckschluss auf die kĂŒnftige Entwicklung zu.

Transaktionssumme in TEUR:
Traderoom:  Transaktionen im Jahr 2022

W.E.B-Anleihen

Eine weitere Form, in die W.E.B zu investieren, ist die Zeichnung einer Anleihe.
Seit 2010 emittiert die W.E.B zur Finanzierung neuer Kraftwerke nahezu jĂ€hrlich Anleihen in verschiedenen AusprĂ€gungen. Auch hier nimmt sie eine Pionierrolle ein: Ihre 5-%-Anleihe 2010–2015 war die erste Windkraftanleihe Österreichs, 2014 folgte die erste Windkraft-Hybridanleihe des Landes.

In Summe hat die W.E.B damit seit 2010 Anleihen im Umfang von 128,6 MEUR begeben, die der Umsetzung des umfangreichen Investitionsprogramms wichtige Impulse gegeben haben. Davon wurden bis zum Jahresende 2022 bereits insgesamt 90,9 MEUR getilgt. Dieser Betrag enthĂ€lt sowohl die vollstĂ€ndig getilgten Anleihen als auch die Teiltilgungen, wie sie bei den jĂ€hrlich teiltilgenden Anleihemodellen und bei der Hybridanleihe vorgesehen sind. Die dafĂŒr ausbezahlten Zinsen betrugen 25,2 MEUR (vor Abzug der KESt) zum Jahresende 2022.

SĂ€mtliche Anleihen der W.E.B sind am Vienna MTF der Wiener Börse gelistet, und zwar im Vienna ESG Segment und im Segment „corporates prime“, dem Premium-Segment fĂŒr Unternehmensanleihen. Die W.E.B verpflichtet sich damit zu mehr Transparenz als am Vienna MTF gefordert.

Der Handel von W.E.B-Anleihen erfolgt ausschließlich ĂŒber die Wiener Börse.

 

W.E.B-Anleihen seit 2010

Jahr Laufzeit Verzinsung Tilgung Volumen (MEUR)
20101 5 Jahre 5,00 % EndfÀllig 10,2
20111 5 Jahre 5,00 % EndfÀllig 6,5
20131 5 Jahre 4,00 % EndfÀllig 8,1
2013 10 Jahre 5,25 % JĂ€hrlich teiltilgend 10,2
2013 10 Jahre 5,50 % EndfÀllig 6,4
20141 5 Jahre 3,50 % EndfÀllig 10,6
2014 Ohne FĂ€lligkeitstag 6,50 % Hybrid 4,4
20151 5 Jahre 2,75 % EndfÀllig 7,1
2015 10 Jahre 4,00 % JĂ€hrlich teiltilgend 8,5
2015 Ohne FĂ€lligkeitstag 6,50 % Hybrid 6,7
20161 5 Jahre 2,50 % EndfÀllig 7,0
2016 10 Jahre 3,75 % JĂ€hrlich teiltilgend 6,9
2016 Ohne FĂ€lligkeitstag 6,25 % Hybrid 6,3
2018 10 Jahre 2,25 % JĂ€hrlich teiltilgend 5,1
2018 Ohne FĂ€lligkeitstag 4,50 % Hybrid 10,0
2019 10 Jahre 2,25 % JĂ€hrlich teiltilgend 5,0
2019 Ohne FĂ€lligkeitstag 4,50 % Hybrid 9,7
        128,6

1 bereits getilgt (Stand: 31.12.2022)

per 31.12.2022:
Regionale Verteilung der Anleihen

Anzahl Anteil Region
36.253 49,85 % Niederösterreich
11.303 15,54 % Wien
12.894 17,73 % Oberösterreich
11.480 15,79 % Österreich ohne NÖ, OÖ und Wien
71.930 98,92 % Österreich gesammt
787 1,08 % Andere LĂ€nder
72.717 100 % Alle Anleihen

 

per 31.12.2022:
Regionale Verteilung der Anleihezeichner:innen

Anzahl Anteil Region
1.287 54,77 % Niederösterreich
416 17,70 % Wien
292 12,43 % Oberösterreich
326 13,87 % Österreich ohne NÖ, OÖ und Wien
2.321 98,77 % Österreich gesammt
29 1,23 % Andere LĂ€nder
2.350 100 % Alle Aktien

 

Bericht des Aufsichtsrats

gemĂ€ĂŸ § 96 AktG

Sehr geehrte AktionÀr:innen!

Sehr geehrte Leser:innen dieses Berichts!

Organisation und TĂ€tigkeit Aufsichtsrat

WĂ€hrend des GeschĂ€ftsjahres 2022 bestand der Aufsichtsrat aus fĂŒnf von der Hauptversammlung gewĂ€hlten Mitgliedern: Mag. Josef Schweighofer (Vorsitzender), Dr. Reinhard Schanda (stellvertretender Vorsitzender), DI (FH) Stefan Bauer, Mag. Brigitte Ederer und Martin Zimmermann. Mit 1. Oktober 2022 hat die Future Driving GmbH von ihrem satzungsmĂ€ĂŸigen Entsendungsrecht (§ 12 Abs. 2 der Satzung) Gebrauch gemacht und Mathias Dangl, MAS in den Aufsichtsrat entsendet.

Die AufsichtsrĂ€te Mag. Josef Schweighofer, DI (FH) Stefan Bauer und Martin Zimmermann wurden bei der 22. Ordentlichen Hauptversammlung am 28. Mai 2021 auf weitere fĂŒnf Jahre gewĂ€hlt. Das Aufsichtsratsmandat von Dr. Reinhard Schanda lĂ€uft bis zur ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2024.

Mit Ende der 24. Ordentlichen Hauptversammlung am 12. Mai 2023 lĂ€uft die Funktionsperiode von Mag. Brigitte Ederer ab. Da Mag. Brigitte Ederer fĂŒr eine weitere Aufsichtsratsperiode zur VerfĂŒgung steht, hat der Aufsichtsrat sie im Zuge seiner in § 198 Abs. 1 AktG normierten Vorschlagspflicht zur Wiederwahl vor­geschlagen. Die Kandidatin hat ihre fachliche Qualifikation und ihre UnabhĂ€ngigkeit mit einer entsprechenden ErklĂ€rung gemĂ€ĂŸ § 87 Abs. 2 AktG bestĂ€tigt. Der Aufsichtsrat ist davon ĂŒberzeugt, dass er in dieser Zusammensetzung durch die unterschiedliche Ausbildung und Berufserfahrung der Personen der erforderlichen Ausgewogenheit entspricht.  

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und GeschĂ€ftsordnung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat auf Grundlage der umfangreichen Berichterstattung des Vorstands diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmĂ€ĂŸig beraten und seine TĂ€tigkeiten laufend ĂŒberwacht. Im Zuge von insgesamt neun Sitzungen, an denen immer alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilnahmen, sowie weiteren Besprechungen und Telefonkonferenzen diskutierte er auf Basis von regelmĂ€ĂŸigen, zeitnahen, schriftlichen und mĂŒndlichen Berichten des Vorstands ĂŒber die operative GeschĂ€ftspolitik und die Ergebnislage des Konzerns.

Weiters wurde die zukĂŒnftige strategische Ausrichtung des Unternehmens einschließlich der wesentlichen Konzerngesellschaften gemeinsam erörtert. Dabei wurden auch das Engagement in neuen LĂ€ndern und die VerstĂ€rkung der ProjektaktivitĂ€ten in den bestehenden LĂ€ndern reflektiert sowie die Frage erörtert, inwieweit wir uns im Wasserstoff- und Batteriespeicherbereich engagieren sollen.

Die Kontrolle, die im Rahmen einer offenen und konstruktiven Diskussion zwischen Vorstand und Aufsichtsrat stattfand, gab zu keinen Beanstandungen Anlass. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand darĂŒber hinaus mit dem Vorstand im laufenden Kontakt, um sich regelmĂ€ĂŸig ĂŒber die jĂŒngsten Entwicklungen zu informieren. Im Rahmen seiner Überlegungen und Entscheidungen hat der Aufsichtsrat neben ökonomischen Aspekten auch ökologische und soziale Themen berĂŒcksichtigt und ihre Auswirkungen, Risiken und Chancen ĂŒberprĂŒft.

PrĂŒfungsausschuss

Die Gesellschaft ist gemĂ€ĂŸ § 92 Abs. 4a AktG verpflichtet, aus der Mitte des Aufsichtsrats einen PrĂŒfungsausschuss zu bestellen, dem mindestens drei Personen anzugehören haben. WĂ€hrend des Berichtsjahres waren mit Mag. Josef Schweighofer, Dr. Reinhard Schanda und DI (FH) Stefan Bauer drei Mitglieder in den PrĂŒfungsausschuss bestellt. Als Vorsitzender des PrĂŒfungsausschusses wurde Mag. Josef Schweighofer gewĂ€hlt. Gleichzeitig wurde er auch als Finanzexperte des PrĂŒfungsausschusses gemĂ€ĂŸ § 92 Abs. 4a AktG nominiert.

Der PrĂŒfungsausschuss hat im Berichtsjahr zwei Sitzungen abgehalten, einzelne Sachgebiete vertiefend erörtert und anschließend dem Aufsichtsrat Bericht erstattet. Im April 2022 wurden alle Themen im Zusammenhang mit dem Jahres- und Konzernabschluss 2021 sowie der Vorschlag fĂŒr die Bestellung des AbschlussprĂŒfers fĂŒr das Jahr 2022 behandelt. Im November 2022 ĂŒbergab der AbschlussprĂŒfer eine Übersicht zum geplanten Ablauf sowie zu den Schwerpunkten der PrĂŒfung fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2022. DarĂŒber hinaus beschĂ€ftigte sich der PrĂŒfungsausschuss mit dem Corporate-Governance-Bericht und der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, ĂŒberprĂŒfte die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems (IKS) inklusive des Risikomanagements und ĂŒberwachte die UnabhĂ€ngigkeit des WirtschaftsprĂŒfers. Der PrĂŒfungsausschuss hatte auch die Möglichkeit, sich ohne Beisein des Vorstands mit dem WirtschaftsprĂŒfer zu beraten und auszutauschen.

Vorstand

Im abgelaufenen GeschÀftsjahr wurde das Unternehmen von den VorstÀnden Dr. Frank Dumeier (Vorstandsvorsitzender) und DI Dr. Michael Trcka (Finanzvorstand) geleitet. Der Vorstandsvertrag von Dr. Frank Dumeier lÀuft bis 31. MÀrz 2025 und jener von DI Dr. Michael Trcka bis 30. April 2024.

Ergebnis

Das Jahresergebnis des abgelaufenen GeschÀftsjahres 2022 beurteilt der Aufsichtsrat als sehr gut. Obwohl man durch bestehende langfristige LiefervertrÀge nicht alle Vorteile des hohen Strompreises hat ausschöpfen können, haben trotz der schlechten Windsituation im Jahr 2022 Kostenoptimierungen und Effizienzsteigerungen in allen Bereichen eine gute Ergebnissituation ermöglicht.

RĂŒckblick Betrieb

Im Jahr 2022 lag das Windaufkommen mit –10,4 % deutlich unter dem langjĂ€hrigen Durchschnitt, es gelang lediglich in drei Monaten das Produktionssoll der W.E.B-Anlagen zu ĂŒberschreiten.

Trotzdem konnte mit 1.312 GWh ein neuer Produktionsrekord erreicht werden. Vergleicht man die absolute Produktion der Gesamtportfolios der Jahre 2022 und 2021, konnte das Produktionsvolumen um +6,0 % gesteigert werden. Dazu beigetragen haben neben dem stabilen Kraftwerksbetrieb die Inbetriebnahme neuer Windparks sowie einiger mittelgroßer Photovoltaikanlagen.

Operativ lief die Produktion sehr stabil, mit einer hohen VerfĂŒgbarkeit der Kraftwerke. Lediglich durch Extrem-Wetterereignisse wurden lĂ€ngere KraftwerksstillstĂ€nde in Italien, Österreich und Kanada verursacht.

RĂŒckblick Projektentwicklung

Im Hinblick auf die Neuinbetriebnahmen gestaltete sich das Jahr 2022 erfreulich, insgesamt vergrĂ¶ĂŸerte sich das Gesamtportfolio um 52,4 MW. Die absolute in Betrieb befindliche KraftwerkskapazitĂ€t konnte somit im Jahr 2022 von 543,7 MW auf 596,1 MW gesteigert werden. 46,2 % der installierten KapazitĂ€t befinden sich in unserem Heimatmarkt Österreich.

Die internationale Projektpipeline in den allen acht W.E.B-MĂ€rkten hat mit ĂŒber 111 Wind- und Photovoltaik-Projekten mit einem Gesamt-Potenzial von ca. 3.000 MW ein beachtliches Volumen erreicht.

Speziell hervorzuheben sind ĂŒber 140 MW an weit fortgeschrittenen Projekten in Italien, Österreich und Deutschland, wo bereits Anlagen und Komponenten bestellt wurden und 2023 intensive BautĂ€tigkeiten stattfinden werden.

RĂŒckblick Stromvermarktung

Das Segment der Stromvermarktung wurde im GeschĂ€ftsjahr 2022 speziell in Europa durch die volatilen EnergiemĂ€rkte geprĂ€gt. Aufgrund der gestiegenen Marktpreise war es in einigen LĂ€ndern teilweise attraktiver, keine Förderungen in Anspruch zu nehmen und den Strom direkt an industrielle bzw. gewerbliche Abnehmer zu vermarkten. Somit wurde das langjĂ€hrige politische Ziel, dass Strom aus erneuerbaren Energien marktpreisfĂ€hig sein und ohne Förderung auskommen mĂŒsse, erreicht.

Speziell hervorzuheben sind ĂŒber 140 MW an weit fortgeschrittenen Projekten in Italien, Österreich und Deutschland, wo bereits Anlagen und Komponenten bestellt wurden und 2023 intensive BautĂ€tigkeiten stattfinden werden.

RĂŒckblick Stromvermarktung

Das Segment der Stromvermarktung wurde im GeschĂ€ftsjahr 2022 speziell in Europa durch die volatilen EnergiemĂ€rkte geprĂ€gt. Aufgrund der gestiegenen Marktpreise war es in einigen LĂ€ndern teilweise attraktiver, keine Förderungen in Anspruch zu nehmen und den Strom direkt an industrielle bzw. gewerbliche Abnehmer zu vermarkten. Somit wurde das langjĂ€hrige politische Ziel, dass Strom aus erneuerbaren Energien marktpreisfĂ€hig sein und ohne Förderung auskommen mĂŒsse, erreicht.

DarĂŒber hinaus mussten wir im 2. Halbjahr 2022 die Aufnahme von neuen Kunden bzw. den Abschluss von neuen VertrĂ€gen vorĂŒbergehend einstellen, weil die verfĂŒgbaren Mengen von selbst produziertem Strom restlos vermarktet waren. In Summe wurden Ende 2022 ca. 13.300 ZĂ€hlpunkte in den Segmenten Privat-, Business- und Großkunden beliefert.

GrundsĂ€tzlich gefĂ€hrden die hohen Strompreise die WettbewerbsfĂ€higkeit industrieller Produktion in Europa und damit auch den Wirtschaftsstandort Österreich. Nur durch einen massiven und raschen Ausbau der Erneuerbaren können wir der Preisfalle entkommen und die erforderlichen Strommengen zu wettbewerbs­fĂ€higen Preisen zur VerfĂŒgung stellen.

Strategie

GrundsÀtzlich wurde im Rahmen der Strategie-Klausur im November 2022 das Ziel des verstÀrkten internationalen Wachstums bestÀtigt.
Die mittlerweile in allen W.E.B-StandortlĂ€ndern politisch definierten enormen Ausbauziele der Erneuerbaren bis 2030 unterstĂŒtzen unsere Strategie, zunĂ€chst in diesen MĂ€rkten die kritische Masse in unserem KerngeschĂ€ft weiter zu erhöhen.

DarĂŒber hinaus wurde der Vorstand beauftragt, in einem Strategieprojekt 2030+ die mittel- bis langfristige Positionierung der W.E.B zu erarbeiten. Erste Ergebnisse daraus werden im Laufe 2023 erwartet und danach in die Umsetzung gehen.

Jahresabschluss 2022 und Vorschlag Ergebnisverwendung

Die zur AbschlussprĂŒferin fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2022 bestellte Ernst & Young WirtschaftsprĂŒfungsgesellschaft m.b.H., Wagramer Straße 19, IZD-Tower, 1220 Wien hat den Jahresabschluss fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2022 samt Lagebericht und den Konzernabschluss fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2022 samt Konzernlagebericht geprĂŒft und jeweils den uneingeschrĂ€nkten BestĂ€tigungsvermerk erteilt.

SĂ€mtliche Abschlussunterlagen, der Gewinnverwendungsvorschlag und alle PrĂŒfungsberichte des Abschluss­prĂŒfers wurden im PrĂŒfungsausschuss in einer Sitzung am 30. MĂ€rz 2023 eingehend und detailliert mit den PrĂŒfern besprochen. Weiters hat der AbschlussprĂŒfer fĂŒr die PrĂŒfung des Einzel- und des Konzernabschlusses fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2022 den gesonderten Bericht an den PrĂŒfungsausschuss nach Artikel 11 der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 in Verbindung mit § 92 Abs. 4a Z 2 AktG erstattet. Das Ergebnis dieser PrĂŒfungsausschusssitzung wurde dem Gesamtaufsichtsrat berichtet und die gesetzlich vorgeschriebenen VorschlĂ€ge wurden unterbreitet.

In der Aufsichtsratssitzung am 30. MĂ€rz 2023 wurden der Jahresabschlussbericht und der Konzernabschluss samt Konzernlagebericht in einer gemeinsamen Sitzung mit Vorstand, Aufsichtsrat und WirtschaftsprĂŒfer besprochen.

Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der PrĂŒfungen der WirtschaftsprĂŒfer und des PrĂŒfungsausschusses angeschlossen und den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 gebilligt, den zugehörigen Lagebericht des Vorstands genehmigt und dem Vorschlag fĂŒr die Ergebnisverwendung zuge­stimmt. Damit ist der Jahresabschluss gemĂ€ĂŸ § 96 Abs. 4 AktG festgestellt. Den Konzernabschluss samt Konzernlagebericht hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat schließt sich daher dem Vorschlag des Vorstands an, vom Bilanzgewinn in Höhe von 13.001.854,48 EUR eine AusschĂŒttung in Höhe von 9.201.650,70 EUR (2,90 EUR je Aktie) vorzunehmen und den Rest in Höhe von 3.800.203,78 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

PrĂŒfung Jahresabschluss 2023

Über Vorschlag des PrĂŒfungsausschusses wurde ein Vorschlag fĂŒr die Wahl des AbschlussprĂŒfers und KonzernabschlussprĂŒfers fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2023 fĂŒr die 24. Ordentliche Hauptversammlung vorbereitet. Vorgeschlagen wird als Abschluss- und KonzernabschlussprĂŒferin fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2023 (1. JĂ€nner bis 31. Dezember 2023) die Ernst & Young WirtschaftsprĂŒfungsgesellschaft m. b. H., Wagramer Straße 19, IZD-Tower (Postfach 89), 1220 Wien.

Dank

Abschließend möchte ich im Namen des Aufsichtsrats allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den GeschĂ€ftsfĂŒhrerinnen und GeschĂ€ftsfĂŒhrern der Konzerngesellschaften sowie dem Vorstand Dank und Anerkennung fĂŒr ihre erfolgreiche Arbeit im vergangenen GeschĂ€ftsjahr 2022 aussprechen. Mein Dank gilt auch unseren treuen Kundinnen und Kunden, unseren Joint-Venture- und GeschĂ€ftspartnern im In- und Ausland, unseren AktionĂ€rinnen und AktionĂ€ren sowie den Anleihezeichnerinnen und Anleihezeichnern fĂŒr ihr der W.E.B entgegengebrachtes Vertrauen.

FĂŒr den Aufsichtsrat
Mag. Josef Schweighofer
Vorsitzender des Aufsichtsrats

Pfaffenschlag, im MĂ€rz 2023