FAQs - HĂ€ufig gestellte Fragen
Ob die WindparkflĂ€chen zur Widmung und das Projekt zur Genehmigung eingereicht wird, hĂ€ngt unter anderem davon ab, ob ausreichend NetzkapazitĂ€ten verfĂŒgbar sind. FĂŒr die Vorbereitung zu einem Genehmigungsverfahren ist mit einigen Jahren zu rechnen, ebenso fĂŒr das Genehmigungsverfahren selbst. Ein UVP-Verfahren bei einem Windparkprojekt dauert ĂŒblicherweise mehrere Jahre. Die Bauzeit fĂŒr einen Windpark liegt bei etwa einem Jahr.
Es gibt langjĂ€hrige Untersuchungen ĂŒber das Windaufkommen in Ăsterreich. Die gemessenen Winddaten bei den bereits bestehenden Anlagen in Schenkenfelden oder im Windpark Sternwald zeigen eindeutig:
Auch im Bezirk St. Pöten blÀst der Wind stark und weht oft genug, um effizient Windstrom zu erzeugen.
Windenergie macht uns unabhĂ€ngig von auslĂ€ndischen MĂ€chten, von deren Ăl und Gas wir derzeit abhĂ€ngig sind und schafft stattdessen regionale Wertschöpfung und ArbeitsplĂ€tze. AuĂerdem erzeugt Windenergie den meisten Strom im Winter, wenn der Bedarf am höchsten ist, was sie zur optimalen ErgĂ€nzung zur Wasserkraft und Photovoltaik macht. Windkraft ist zudem eine der gĂŒnstigsten Formen der Stromerzeugung und hilft damit auch, Energiekosten langfristig zu senken.
In Ăsterreich stehen hinter der Windenergie rund 8.000 BeschĂ€ftigte in etwa 180 regionalen, meist mittelstĂ€ndischen Unternehmen. Diese Unternehmen sind wichtige Arbeitgeber in lĂ€ndlichen Gemeinden, in denen qualifizierte ArbeitsplĂ€tze oft begrenzt sind. Windenergie schafft dort langfristige BeschĂ€ftigungsperspektiven, von der Planung ĂŒber die Errichtung bis hin zu Betrieb, Wartung und RĂŒckbau der Anlagen.
Die IGW hat errechnet, dass schon eine kleine 3-MW-Anlage bei 2.300 Vollaststunden im Jahr durch ihre Errichtung rund 20 JahresarbeitsplĂ€tze generiert. Die Wertschöpfung in der Errichtungsphase betrĂ€gt etwa 1,9 Millionen Euro, gefolgt von rund 160.000 Euro jĂ€hrlicher Wertschöpfung fĂŒr die Dauer des Betriebs. Auch beim RĂŒckbau einer Windkraftanlage entstehen erneut ArbeitsplĂ€tze in der Region.
Nein. NatĂŒrliche und naturnahe Waldgebiete, Naturschutzgebiete oder andere streng geschĂŒtzte Habitate sind grundsĂ€tzlich âtabuâ. In den Genehmigungsverfahren werden die Auswirkungen auf die Natur, speziell die Vogelwelt, eingehend geprĂŒft. Durch eine gute Standortwahl wird das Kollisionsrisiko fĂŒr GroĂvögel minimiert und â wenn notwendig â ökologische BegleitmaĂnahmen umgesetzt. Mittlerweile stehen auch technische Systeme zur VerfĂŒgung, welche anflliegende Vögel erkennen und die WindrĂ€der bei Kollisionsgefahr kurzfristig abschalten können.
Die dauerhafte RodungsflĂ€che fĂŒr Fundament, MontageflĂ€chen und Kranstellplatz ist abhĂ€ngig von der AnlagengröĂe und liegt zwischen 2.000 und 4.000 m2. Im Regelfall wird diese FlĂ€che an anderer Stelle wieder aufgeforstet, teilweise sogar im VerhĂ€ltnis 3:1 (also 3 mÂČ AuÂfforstung fĂŒr 1 mÂČ Rodung).
Alle Umweltauswirkungen des geplanten Windparks werden im Rahmen der UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung (UVP) von unabhĂ€ngigen Expert:innen umfassend geprĂŒft. Dabei werden die Interessen von Mensch, Tier und Umwelt den Interessen der Projektwerber gegenĂŒbergestellt und fachlich abgewogen. Bereits vor einer möglichen Errichtung werden ĂŒber einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren Vogel- und FledermausbestĂ€nde sowie deren AktivitĂ€tsmuster systematisch erhoben.
Studien zeigen, dass pro Windenergieanlage durchschnittlich etwa sieben Vogelkollisionen pro Jahr auftreten. Zum Vergleich: Im StraĂenverkehr kommt es statistisch gesehen bereits nach rund 10.000 gefahrenen Kilometern zu einer Vogelkollision. FĂŒr die naturschutzfachliche Bewertung ist dabei nicht das einzelne Tier, sondern die Entwicklung der jeweiligen Gesamtpopulation maĂgeblich. Bei gefĂ€hrdeten Vogelarten zeigt sich in den letzten Jahren insgesamt eine stabile bis positive Bestandsentwicklung. Vor diesem Hintergrund stellen Windenergieanlagen nur ein vergleichsweise geringes Risiko fĂŒr Vogelpopulationen dar.
In Ăsterreich wird die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen ĂŒber die sogenannte MarktprĂ€mie attraktiviert. Das heiĂt, die Unternehmen verkaufen den Strom normal am freien Markt, und es wird die Differenz zum anzulegenden Wert ausbezahlt. Derzeit werden WindrĂ€dern so maximal 9,6 ct/kWh fĂŒr einen Normstandort zugesichert.
Liegt der Strompreis deutlich ĂŒber dem anzulegenden Wert, muss der Betreiber einen Teil des Mehrerlöses zurĂŒckzahlen. Das Geld wird vom Betreiber dann auf ein Konto bei der Erneuerbaren-Abwicklungsstelle eingezahlt. Der garantierte Minimalerlös pro verkaufter kWh dient vor allem der Sicherung der Finanzierung von Windkraftprojekten
Zu bestimmten Jahreszeiten ist bei tief stehender Sonne ein Schattenwurf durch drehende RotorblÀtter auf umliegende Wohnobjekte möglich. Ein Gutachter berechnet, zu welcher Tages- und Jahreszeit dies der Fall ist.
Die W.E.B sichert den Bewohnern im Umfeld des Windparks jedenfalls zu, dass es zu keinen Störungen durch rotierenden Schattenwurf kommt. Dies wird durch eine entsprechende Steuerung (gegebenenfalls Abschaltung) der WindrÀder sichergestellt.
Vor dem Bau eines Windrades wird die LĂ€rmsituation in den umliegenden Siedlungen gemessen. Die leiseste Viertelstunde der Nacht darf durch das Windrad nur minimal (weniger als 3 dB) lauter werden, sodass eine VerĂ€nderung der Schallsituation in der Wohnnachbarschaft möglichst klein gehalten wird. Selbst bei einem Sturm sind WindrĂ€der schon im Abstand von 250 m etwa so laut wie das Rauschen des Waldes. Generell sind UmgebungsgerĂ€usche der Natur (Wind, BlĂ€tterrauschen,âŠ) und des StraĂenverkehrs im Regelfall eher wahrnehmbar als das mehr als 1.000 Meter entfernt stehende Windrad.
Wir geben jeden Monat rund1 Mrd. Euro fĂŒr den Import von Gas und Ăl aus.1 Milliarde, die wir in die heimische Wirtschaft investieren könnten. Ăsterreichischer Energieverbrauch ist noch immer GroĂteils ânicht erneuerbarâ. In Ăsterreich besteht insbesondere in den Bereichen Verkehr, RaumwĂ€rme, Industrie und Gewerbe weiterhin ein sehr hoher Bedarf an fossiler Energie, obwohl im eigenen Land kaum nennenswerte fossile Energievorkommen vorhanden sind. Deshalb sind wir von auslĂ€ndischen Energielieferungen abhĂ€ngig. Windkraft hingegen ersetzt aufgrund der Erzeugungscharakteristik Erdgas und Kohle im Strommix. Somit wird die EnergieunabhĂ€ngigkeit Ăsterreichs gestĂ€rkt und die Versorgungssicherheit sichergestellt.
Nein. Infraschall ist Schall unterhalb der menschlichen Hörschwelle, somit nicht hörbar. Infraschall tritt im
Alltagsleben ĂŒberall auf. Ein vorbeifahrendes Auto oder ein KĂŒhlschrank verursachen ebenso Infraschall wie ein auf einem Trampolin herumspringendes Kind. Gesundheitliche Auswirkungen â genauso wie beim hörbaren Schall â sind nur bei hohem Schalldruck möglich. Auch ein Windrad erzeugt Infraschall. In den umliegenden Wohngebieten ist er auf Grund der groĂen AbstĂ€nde jedoch weder wahrnehmbar noch messbar. Die gesundheitliche Unbedenklichkeit von WindrĂ€dern wurde diesbezĂŒglich erst jĂŒngst von renommierten Umweltmedizinern der österreichischen Ărztekammer in einer Stellungnahme erneut bestĂ€tigt und festgehalten.