WĂ€hlen Sie Ihr Land

Stakeholder & Governance

NACHHALTIGKEIT: LEBENSRAUM FÜR VÖGEL

Klima- und Naturschutz vereint

Im Zuge des Windkraftprojektes in Grafenschlag hat sich die W.E.B in Zusammenarbeit mit Fachexperten intensiv Gedanken darĂŒber gemacht, wie sich Klima- und Naturschutz bestmöglich miteinander vereinen lassen – nicht zuletzt deshalb, weil bekannt ist, dass Schwarzstörche im Großraum um das Projektgebiet heimisch sind.

Mit zwei Ersatzhorsten aus Weidengeflecht wurde ein Brutplatz fĂŒr den Schwarzstorch geschaffen.

Grafenschlag ist das erste Windprojekt im Waldviertel seit fast 24 Jahren – und es bringt auf vielen Ebenen einen echten Mehrwert fĂŒr die Region. Zum einen ist das natĂŒrlich die Produktion erneuerbarer Energie, zum anderen wurde ein Maßnahmenmix geschaffen, der fĂŒr Vögel, insbesondere fĂŒr den Schwarzstorch, einen verbesserten Lebensraum bietet. Die Umsetzung hat bereits begonnen, sodass die ersten Erfolge noch in diesem Jahr erwartet werden. Die Maßnahmen stellen sicher, dass die Störche vor allem wĂ€hrend ihrer Brutzeit nicht durch den Windpark gestört werden. DarĂŒber hinaus aber bilden sie beste Voraussetzungen dafĂŒr, die Artenvielfalt in der Region zu erhöhen. Erreicht werden soll dies unter anderem mit zwei aus Weidengeflecht hergestellten Horsten, welche die Vögel anfliegen können und worin sie brĂŒten können.

Damit die Vögel geeignete PlĂ€tze fĂŒr die Futtersuche vorfinden, wird die W.E.B nördlich vom Projektgebiet und damit unmittelbar in der NĂ€he der neuen Horste ein Nahrungshabitat im Ausmaß von knapp vier Hektar schaffen.

DafĂŒr werden FlĂ€chen, die einst fĂŒr die landwirtschaftliche Nutzung trockengelegt wurden, wieder in ihren ursprĂŒnglichen Zustand versetzt. So entstehen Feuchtbrachen mit TĂŒmpeln, die wiederum Lebensraum fĂŒr Amphibien bieten. FĂŒr die Vögel bedeutet dies einen reich gedeckten Tisch fĂŒr ihre Nahrungssuche. Neben dem bereits bestehenden Habitat steht den Vögeln dann mit den neuen FlĂ€chen ein Nahrungshabitat von mehr als sechs Hektar zur VerfĂŒgung. Die gesamten Maßnahmen werden laufend beobachtet und evaluiert, um einerseits die Entwicklung zu dokumentieren und andererseits bei Bedarf schnellstmöglich Anpassungen vornehmen zu können.

Durch FlĂ€chenaufwertungen im Zuge eines Windkraftprojektes wurde der Lebensraum fĂŒr den Wachtelkönig gesichert und ausgebaut.

Raum fĂŒr den Wachtelkönig

Ein Blick in bereits etablierte Projekte zeigt den Erfolg solcher Maßnahmen. Mit der Errichtung des Windparks DĂŒrnkrut-Götzendorf im Jahr 2012 hat die W.E.B gemeinsam mit ihrem Projektpartner, der Windkraft Simonsfeld, ein Wiesengebiet von rund 20 Hektar GrĂ¶ĂŸe in der Gemeinde Drösing angelegt. Teil dieses Konzeptes war auch ein spezielles Wachtelkönig-Programm, um diesen nĂ€chtlich ziehenden Charaktervogel des an den Windpark angrenzenden March-Thaya-Raumes im Bestand zu sichern. In der Saison 2013, also nur ein Jahr darauf, kam es zu einem der grĂ¶ĂŸten dokumentierten EinflĂŒge des Wachtelkönigs in die March-Thaya-Auen der letzten 20 Jahre.

Die Projekte DĂŒrnkrut-Götzendorf und Grafenschlag zeigen: Nachhaltigkeit nimmt fĂŒr die W.E.B in allen ihren Projekten einen zentralen Part ein. Gerade in Grafenschlag hat das Unternehmen mit allen Begleitmaßnahmen ein rundum nachhaltiges Projekt geschaffen, das mit der Produktion sauberer Energie einen wichtigen Baustein fĂŒr den Klimaschutz in der Region setzt und gleichzeitig dem Naturschutz Rechnung trĂ€gt.

CO2-Fußabdruck (bronze)

2021 wurde zum vierten Mal in Folge der Carbon Footprint der WEB Windenergie AG nach den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard (GHG Protocol) ermittelt. Im Vergleich zu den Vorjahren wurden 2 Änderungen bei der Berechnungsmethode vorgenommen: Umstellung auf das „Dual Reporting“-System und Übernahme der Emissionsfaktoren fĂŒr die Stromerzeugung vom österreichischen Umweltbundesamt. Im abgelaufenen Jahr kam die W.E.B somit auf einen CO2-Fußabdruck von 239,7 t CO2e*.

Dem Carbon Footprint der W.E.B in Österreich wurde auch 2021 der Carbon Handprint gegenĂŒbergestellt, also der ins österreichische Netz eingespeiste Strom aus Erneuerbaren Energien. Der Handprint betrug 237.862 t CO2e.

  • Carbon Footprint 2021

    239,7 t CO2e

  • Carbon Handprint 2021

    237.862 t CO2e

Treibhausgas-Emissionen 2021* tCO2e Anteil
Scope 1 220,1 92 %
Scope 2 (marktbasiert) 19,6 8 %
Scope 2 (standortbasiert) 307,2  
Corporate Carbon Footprint 239,7 100 %

* Die Scope-1-Emissionen wurden mit den Emissionsfaktoren fĂŒr Diesel und Benzin des österreichischen Umweltbundesamts berechnet, die Scope-2-Emissionen wurden mit dem Emissionsfaktor fĂŒr die Stromaufbringung Österreich (standortbasierter Ansatz) und dem Emissionsfaktor „Umweltzeichen GrĂŒner Strom“ (marktbasierter Ansatz) des österreichischen Umweltbundesamts berechnet. Die Gesamtemissionen (Corporate Carbon Footprint) wurden – wie im Sektor ĂŒblich – mit dem marktbasierten Wert berechnet.

MITARBEITER

Values – der Kitt einer gelungenen Unternehmenskultur

Das Jahr 2021 stand fĂŒr die Personalabteilung ganz im Zeichen der Unternehmenskultur: ihrer Pflege und kontinuierlichen Verbesserung. Erster Programmpunkt gleich im JĂ€nner war daher das Thema „Werte“. DafĂŒr waren bereits im Herbst zuvor Strategie-Workshops unter dem Titel „Values neu“ initiiert worden. Konzipiert war die Ausarbeitung als unternehmensweiter Ideenfindungsprozess. Im MĂ€rz folgte die Auswertung in Form eines weiteren Workshops mit der PrĂ€sentation der Ergebnisse. Die neuen Werte wurden in der Folge breit kommuniziert und in alle Unternehmensprozesse (Recruiting, Personalentwicklung, Leadership, Meetings etc.) integriert.

  • Offenheit

    Bleib neugierig: Wir schÀtzen neue Ideen und Perspektiven. Daher pflegen wir einen offenen Austausch mit unseren Stakeholdern.

  • VerlĂ€sslichkeit

    Lebe HandschlagqualitĂ€t: Wir wollen langfristige Partner sein, denen man vertraut. Wir halten unsere Versprechen und bringen uns voll ein – auch wenn es einmal schwierig wird.

  • Nachhaltigkeit

    Übernimm Verantwortung: Unsere Entscheidungen haben langfristige Auswirkungen. Deshalb beachten wir ökonomische, ökologische und soziale Aspekte von Nachhaltigkeit.

  • Respekt

    Gemeinsam erfolgreich: Unser Handeln zeichnet sich durch gegenseitige WertschÀtzung aus. Wir anerkennen die Begabung, die Zeit und den Einsatz aller, mit denen wir zusammenarbeiten.

  • Wachstum

    Gestalte die Zukunft: Neue Aufgaben und das Feedback unserer Stakeholder treiben die Entwicklung unserer Kompetenzen

    voran. Wir vergrĂ¶ĂŸern bestĂ€ndig unseren Beitrag zur Energiewende.

FlexibilitĂ€t in der Pandemie 

Die Sicherheit der Mitarbeiter stand fĂŒr die W.E.B wĂ€hrend der Pandemie durchgĂ€ngig im Mittelpunkt. Darum gab es betriebsintern ein freiwilliges und kostenloses Covid-Testangebot. Bis Oktober fĂŒhrten freiwillige Helfer drei Mal pro Woche Antigentests durch. Insgesamt wurden von fĂŒnf Testern und neun Administratoren 4.838 Antigentests durchgefĂŒhrt, ganze 440 Tests pro Monat. DafĂŒr wurden 411 Arbeitsstunden an 137 Testterminen geleistet. Ab 20. Dezember wurden dann noch bis zum Jahresende den Covid-Verordnungen entsprechend zusĂ€tzlich 64 PCR-Tests durchgefĂŒhrt. Diesem unermĂŒdlichen Einsatz des Covid-Testteams ist es nicht zuletzt zu verdanken, dass zu keinem Zeitpunkt ein Cluster in der W.E.B aufgetreten ist. Es gab keine betrieblichen EinschrĂ€nkungen wegen Personalausfalls. In allen Bereichen des Unternehmens wurde effizient und strukturiert die Möglichkeit von Homeoffice angeboten. Zahlreiche Meetings konnten per Webex abgehalten werden, ohne dass die Performance darunter gelitten hĂ€tte. Diese FlexibilitĂ€t stieß auf große Resonanz bei Mitarbeitern und FĂŒhrungskrĂ€ften.


Empower & Engage

Das Projekt „Empower & Engage“ richtet seinen Fokus bereits seit 2019 auf Themen der Unternehmenskultur vor dem Hintergrund des Wachstums und der zunehmenden InternationalitĂ€t. In diesem Jahr wurde das Konzept um eine strategische Initiative im Bereich Values ergĂ€nzt. Die Kulturbotschafter fungieren dabei als UnterstĂŒtzer und Multiplikatoren. Sie agieren selbstĂ€ndig und unabhĂ€ngig nach dem Leitfaden unserer Unternehmenswerte. Eine Vielzahl von AktivitĂ€ten trug dazu bei, den Teamgeist im Unternehmen zu stĂ€rken oder Erfolge gemeinsam zu feiern. Das Engagement der Kulturbotschafter war auch ein wesentlicher Faktor bei der Umsetzung der Covid-Maßnahmen, insbesondere der Teststrategie. 
 

Mitarbeiterbefragung – Great Place to Work

Seit 2012 fĂŒhrt die W.E.B jĂ€hrlich eine Mitarbeiterbefragung durch – mit dem Ziel, die Zufriedenheit am Arbeitsplatz zu stĂ€rken. Der Schwerpunkt lag diesmal auf dem Bereich Leadership fĂŒr das Jahr 2022. Aus diesem Grund wurde in den Abteilungen und LĂ€nderorganisationen der W.E.B Feedback fĂŒr die FĂŒhrungskrĂ€fte eingeholt. Ein Ergebnis der Mitarbeiterbefragung ist die Zertifizierung als „Great Place to Work“ im Rahmen eines Culture Audit.


Employee Assistance Program

Ein bewĂ€hrtes Programm zur UnterstĂŒtzung der Mitarbeiter wurde im GeschĂ€ftsjahr 2021 fortgesetzt. Der Hintergrund: Stress, Konflikte, unerwartete WiderstĂ€nde, schwierige VerĂ€nderungen im beruflichen Bereich oder neue Herausforderungen im Privatleben können die Gesundheit und LeistungsfĂ€higkeit beeintrĂ€chtigen. Damit Mitarbeiter in solchen Situationen anonym und vertraulich Rat und Hilfe finden, wurde bereits 2020 ein Employee Assistance Program eingerichtet, verfĂŒgbar sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache. Mitarbeiter haben dadurch die Möglichkeit, sich mit ihren Sorgen telefonisch oder via E-Mail an externe Experten zu wenden. Auch wenn Mitarbeiter innerhalb der W.E.B zahlreiche Möglichkeiten haben, ihre Probleme anzusprechen – ĂŒber die FĂŒhrungskrĂ€fte, die Personalabteilung oder ĂŒber die Kulturbotschafter â€“, hat die W.E.B dieses Programm auch im GeschĂ€ftsjahr 2021 fortgesetzt, um die FĂŒrsorge fĂŒr die Mitarbeiter weiter zu stĂ€rken und deren Wohlbefinden und LeistungsfĂ€higkeit zu gewĂ€hrleisten.

Leadership-Cafés

Mehrere Kurzworkshops mit externen Entwicklungsberatern waren den folgenden Themen gewidmet:

  • Werte leben und kommunizieren
  • Fehlerkultur in der W.E.B

Die Workshops dienen als Anker, um das Thema Werte in der FĂŒhrungsebene zu implementieren und um das Selbstbewusstsein und die Risikobereitschaft zu stĂ€rken. Die Botschaft: Es dĂŒrfen Fehler gemacht werden. Wir mĂŒssen sie nutzen, um daraus zu lernen, und den Lernerfolg sicherstellen. 


Änderungen in den LĂ€ndern
In der W.E.B Deutschland wurde mit Steffen Lucht und Sissi Großmann ein neues GeschĂ€ftsfĂŒhrungsteam implementiert. Wir freuen uns besonders, dass beide FĂŒhrungsfunktionen intern aus unserem Projektentwicklungsteam besetzt werden konnten. 

Melanie Walter ist aus der Karenz zurĂŒckgekehrt und hat anstelle von Roman Prager die GeschĂ€ftsfĂŒhrung in Tschechien ĂŒbernommen. Die GeschĂ€ftsfĂŒhrung in Frankreich hat Emeline Beck aus der Abteilung BetriebsfĂŒhrung, ebenfalls eine interne Besetzung, angetreten. 

Generell lag das Augenmerk darauf, die Projektentwicklung fĂŒr die Projektenwickler in den Regionen potenzieller Kraftwerksprojekte zu dezentralisieren. 

Neue BĂŒrostandorte wurden eröffnet, und zwar in Wien und Graz fĂŒr Österreich sowie ein BĂŒro in Brandenburg fĂŒr Deutschland. Außerdem wurde die strategische Planung fĂŒr die Regionalisierung in Frankreich gestartet.

Kennzahlen   2020 2021
Mitarbeiter (Konzern) Personen 177 188
VollzeitÀquivalente 163,1 170,1
Frauenanteil % 39,5 37,2
Durchschnittsalter Jahre 37,5 38,2
Eintritte Personen 46 58
   davon Praktikanten   20 21
Austritte Personen 41 47
   davon Praktikanten   19 20
   davon Elternkarenz   6 6
Durchlaufzeit Recruiting Monate 2,6 3,2
Durchschnittliche Verweildauer Jahre 5,5 6,1
VerhĂ€ltnis der JahresgesamtvergĂŒtung der Person mit dem höchsten Gehalt im Vergleich zum mittleren Niveau (Median) der JahresgesamtvergĂŒtung aller Angestellten (Konzern)   8,7 8,0
Angestellte, die von Tarifverhandlungen erfasst werden (Konzern) % 80 80

INVESTOR RELATIONS

Immer mehr AktionĂ€re

Ein wesentliches Fundament fĂŒr den Erfolg der W.E.B ist die Tatsache, dass sie aus BĂŒrgerbeteiligung entstanden und diesem Prinzip bis heute treu geblieben ist. Ihre wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit macht die W.E.B zu einem grĂŒnen Investment, auf das die Investoren auch bei der Kapitalerhöhung 2021 gesetzt haben.

Es sind die AktionĂ€re und Anleihezeichner der W.E.B, die zur Entwicklung des Unternehmens maßgeblich beigetragen haben. Sie haben der W.E.B auch 2021 ihr Vertrauen erwiesen. Das Handelsvolumen der W.E.B-Aktie ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen, und auch der Jahresdurchschnittspreis liegt ĂŒber dem des Vorjahres. Im Herbst 2021 reifte auch die fĂŒnfjĂ€hrige Anleihe aus dem Jahr 2016 ab, womit die W.E.B wieder eine Anleihe vollstĂ€ndig getilgt hat.
 

Die W.E.B-Aktie

W.E.B-Aktien sind eine Green-Investment-Option fĂŒr alle, die sich direkt an der Energiewende beteiligen möchten. Sie haben sich seit der GrĂŒndung der Aktiengesellschaft als stabil erwiesen und unseren AktionĂ€ren bisher eine beachtliche Performance geboten. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet nicht zuletzt die nachhaltige Dividendenpolitik, zu der sich der Vorstand der W.E.B uneingeschrĂ€nkt bekennt. Nachdem die Unternehmensgewinne in den ersten zehn Jahren zur GĂ€nze in den weiteren Ausbau geflossen waren, schĂŒttet die W.E.B seit 2010 regelmĂ€ĂŸig Dividenden an ihre AktionĂ€re aus. Dabei steht eine verlĂ€ssliche Dividende im Vordergrund.

Dividende1 2017 2018 2019 2020 2021
EUR 2,40 1,80 1,00 2,60 2,102

1 Die Werte wurden aufgrund des Aktiensplits 1 : 10 im Juni 2021 angepasst. 2 Vorschlag Hauptversammlung 2022

Die W.E.B-Aktien sind vinkulierte Namensaktien, die nicht an der Börse notieren und daher auch nicht ĂŒber die Börse gehandelt werden können. Mit dem Traderoom stellt die W.E.B ihren AktionĂ€ren jedoch ein elektronisches „Schwarzes Brett“ zur VerfĂŒgung, das direkte Transaktionen zwischen KĂ€ufern und VerkĂ€ufern ermöglicht.

Zum 31. 12. 2021 – und damit nach der Kapitalerhöhung und dem Aktiensplit – betrug die Anzahl der ausgegebenen Stammaktien 3.172.983 StĂŒck. Die Anzahl der AktionĂ€re stieg von 4.390 zum Jahresende 2020 auf 5.573 per 31. 12. 2021; 43,03 % dieser neuen AktionĂ€re sind auf die Kapitalerhöhung zurĂŒckzufĂŒhren. Der Jahresdurchschnittspreis der Aktien im Traderoom ist wieder gestiegen, und zwar von rund 90,58 EUR auf 112,97 EUR.3

Da die W.E.B-Aktie nicht börsenotiert ist, wird auch kein Kurs gebildet. Die hier dargestellten Durchschnittspreise werden aus den Transaktionen via Traderoom ermittelt. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lĂ€sst keinen RĂŒckschluss auf die kĂŒnftige Entwicklung zu.

AktionĂ€re nach AnteilsgrĂ¶ĂŸen per 31.12.2021

Gruppen Untere Grenze Obere Grenze Aktien (Anzahl) Aktien (%) AktionÀre (Anzahl) AktionÀre (%)
Bis zu 0,1 % 1 3.172 1.809.144 57,02 % 5.399 96,88 %
Mehr als 0,1 % bis zu 0,5 % 3.173 15.864 940.306 29,63 % 160 2,87 %
Mehr als 0,5 % bis zu 1 % 15.865 31.729 209.458 6,60 % 10 0,18 %
Mehr als 1 % bis zu 2 % 31.730 63.459 69.665 2,20 % 2 0,04 %
Mehr als 2 % bis zu 3 % 63.460 95.189 144.410 4,55 % 2 0,04 %
Gesamt     3.172.983 100,00 % 5.573 100,00 %

per 31.12.2021:
Entwicklung der AktionÀrszahlen

per 31.12.2021:
Regionale Verteilung der Aktien

Anzahl Anteil Region
1.919.683 60,80 % Niederösterreich
372.162 11,73 % Wien
283.320 8,93 % Oberösterreich
499.941 15,76 % Österreich ohne NÖ, OÖ und Wien
3.075.106 96,92 % Österreich gesammt
97.877 3,08 % Andere LĂ€nder
3.172.983 100 % Alle Aktien

 

per 31.12.2021:
Regionale Verteilung der AktionÀre

Anzahl Anteil Region
2.933 52,63 % Niederösterreich
978 17,55 % Wien
711 12,76 % Oberösterreich
792 14,21 % Österreich ohne NÖ, OÖ und Wien
5.414 97,15 % Österreich gesammt
159 2,85 % Andere LĂ€nder
5.573 100 % Alle Aktien

 

Der W.E.B-Traderoom

Die W.E.B-Aktie notiert nicht an der Börse, Transaktionen können aber mithilfe der Online-Plattform www.traderoom.at unkompliziert angestoßen werden. 2021 wurde der Traderoom – vor allem im Hinblick auf den geplanten Aktiensplit – modernisiert, um den Aktienhandel schneller und einfacher zu machen. 

Die Registrierung fĂŒr den Traderoom und die Abwicklung von Transaktionen sind einfach und mit geringem Zeitaufwand möglich, zudem fallen keinerlei GebĂŒhren an. Alle AktionĂ€re und Interessenten können auf der Plattform www.traderoom.at Kauf- oder Verkaufsangebote einstellen oder nach vorhandenen Kauf- oder Verkaufsangeboten suchen. Es handelt sich dabei um einen reinen Informationsaustausch; eine Vermittlerfunktion wird von der W.E.B nicht ĂŒbernommen. 

Im Jahr 2021 wechselten insgesamt 91.282 StĂŒck Aktien mit einem Volumen von 10,3 MEUR (10.312.348,40 EUR) mit UnterstĂŒtzung des Traderooms die Besitzer. Der höchste durchschnittliche Handelspreis der Aktie lag im Dezember 2021 bei 157,90 EUR.

Durchschnittlicher Handelspreis (EUR):
Traderoom: Durchschnittspreis der Aktie im Jahresvergleich

in EUR:
Traderoom: Durchschnittspreis der Aktie im Verlauf des Jahres 2021

Transaktionssumme in TEUR:
Traderoom:  Transaktionen im Jahr 2021

W.E.B-Anleihen

Eine weitere Form, in die W.E.B zu investieren, ist die Zeichnung einer unserer Anleihen. Seit 2010 emittiert die W.E.B zur Finanzierung neuer Kraftwerke nahezu jĂ€hrlich Anleihen in verschiedenen AusprĂ€gungen. Auch hier nimmt sie eine Pionierrolle ein: Ihre 5-%-Anleihe 2010–2015 war die erste Windkraftanleihe Ă–sterreichs, 2014 folgte die erste Windkraft-Hybridanleihe des Landes. 

In Summe hat die W.E.B damit seit 2010 Anleihen im Umfang von 128,6 MEUR begeben, die der Umsetzung unseres umfangreichen Investitionsprogramms wichtige Impulse gegeben haben. Davon wurden bis zum Jahresende 2021 bereits insgesamt 83,7 MEUR getilgt. Dieser Betrag enthĂ€lt sowohl die vollstĂ€ndig getilgten Anleihen als auch die Teiltilgungen, wie sie bei den jĂ€hrlich teiltilgenden Anleihemodellen und bei der Hybridanleihe vorgesehen sind. 

SĂ€mtliche Anleihen der W.E.B sind im Dritten Markt der Wiener Börse gelistet, und zwar im Segment â€žcorporates prime“, dem Premium-Segment fĂŒr Unternehmensanleihen. Die W.E.B verpflichtet sich damit zu mehr Transparenz als im Dritten Markt gefordert.

Der Handel von W.E.B-Anleihen erfolgt ausschließlich ĂŒber die Wiener Börse.

 

W.E.B-Anleihen seit 2010

Jahr Laufzeit Verzinsung Tilgung Volumen (MEUR)
20101 5 Jahre 5,00 % EndfÀllig 10,2
20111 5 Jahre 5,00 % EndfÀllig 6,5
20131 5 Jahre 4,00 % EndfÀllig 8,1
2013 10 Jahre 5,25 % JĂ€hrlich teiltilgend 10,2
2013 10 Jahre 5,50 % EndfÀllig 6,4
20141 5 Jahre 3,50 % EndfÀllig 10,6
2014 Ohne FĂ€lligkeitstag 6,50 % Hybrid 4,4
20151 5 Jahre 2,75 % EndfÀllig 7,1
2015 10 Jahre 4,00 % JĂ€hrlich teiltilgend 8,5
2015 Ohne FĂ€lligkeitstag 6,50 % Hybrid 6,7
20161 5 Jahre 2,50 % EndfÀllig 7,0
2016 10 Jahre 3,75 % JĂ€hrlich teiltilgend 6,9
2016 Ohne FĂ€lligkeitstag 6,25 % Hybrid 6,3
2018 10 Jahre 2,25 % JĂ€hrlich teiltilgend 5,1
2018 Ohne FĂ€lligkeitstag 4,50 % Hybrid 10,0
2019 10 Jahre 2,25 % JĂ€hrlich teiltilgend 5,0
2019 Ohne FĂ€lligkeitstag 4,50 % Hybrid 9,7
        128,6

1 bereits getilgt (Stand: 31.12.2021)

per 31.12.2021:
Regionale Verteilung der Anleihen

Anzahl Anteil Region
36.253 49,85 % Niederösterreich
11.303 15,54 % Wien
12.894 17,73 % Oberösterreich
11.480 15,79 % Österreich ohne NÖ, OÖ und Wien
71.930 98,92 % Österreich gesammt
787 1,08 % Andere LĂ€nder
72.717 100 % Alle Anleihen

 

per 31.12.2021:
Regionale Verteilung der Anleihezeichner

Anzahl Anteil Region
1.287 54,77 % Niederösterreich
416 17,70 % Wien
292 12,43 % Oberösterreich
326 13,87 % Österreich ohne NÖ, OÖ und Wien
2.321 98,77 % Österreich gesammt
29 1,23 % Andere LĂ€nder
2.350 100 % Alle Aktien

 

Bericht des Aufsichtsrats

gemĂ€ĂŸ § 96 AktG

Sehr geehrte AktionÀrinnen und AktionÀre!
Sehr geehrte Leserinnen und Leser dieses Berichts!

Organisation und TĂ€tigkeit Aufsichtsrat

WĂ€hrend des GeschĂ€ftsjahres 2021 bestand der Aufsichtsrat aus fĂŒnf von der Hauptversammlung gewĂ€hlten Mitgliedern: Mag. Josef Schweighofer (Vorsitzender), Dr. Reinhard Schanda (stellvertretender Vorsitzender), DI (FH) Stefan Bauer, Mag. Brigitte Ederer und Martin Zimmermann.

Die AufsichtsrĂ€te Mag. Josef Schweighofer, DI (FH) Stefan Bauer und Martin Zimmermann wurden bei der 22. ordentlichen Hauptversammlung am 28. Mai 2021 auf weitere fĂŒnf Jahre gewĂ€hlt. Das Mandat von Mag. Brigitte Ederer lĂ€uft bis zur ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023, jenes von Dr. Reinhard Schanda bis zur ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2024.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und GeschĂ€ftsordnung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat auf Grundlage der umfangreichen Berichterstattung des Vorstands diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmĂ€ĂŸig beraten und seine TĂ€tigkeiten laufend ĂŒberwacht. Im Zuge von insgesamt zehn Sitzungen, an denen immer alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilnahmen, sowie weiteren Besprechungen und Telefonkonferenzen diskutierte er auf Basis von regelmĂ€ĂŸigen, zeitnahen, schriftlichen und mĂŒndlichen Berichten des Vorstands ĂŒber die operative GeschĂ€ftspolitik und die Ergebnislage des Konzerns. Wie schon 2020 hat er sich auch 2021 darĂŒber hinaus mit den EinflĂŒssen der anhaltenden Covid-19-Krise auf die MĂ€rkte, in denen die W.E.B tĂ€tig ist, und mit den Auswirkungen auf die Unternehmen der W.E.B-Gruppe beschĂ€ftigt.

Weiters wurde die zukĂŒnftige strategische Ausrichtung des Unternehmens einschließlich der wesentlichen Konzerngesellschaften gemeinsam erörtert. Die Kontrolle, die im Rahmen einer offenen und konstruktiven Diskussion zwischen Vorstand und Aufsichtsrat stattfand, gab zu keinen Beanstandungen Anlass. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand darĂŒber hinaus mit dem Vorstand in laufendem Kontakt, um sich regelmĂ€ĂŸig ĂŒber die jĂŒngsten Entwicklungen zu informieren. Im Rahmen seiner Überlegungen und Entscheidungen hat der Aufsichtsrat neben ökonomischen Aspekten auch ökologische und soziale Themen berĂŒcksichtigt und ihre Auswirkungen, Risiken und Chancen ĂŒberprĂŒft.
 

PrĂŒfungsausschuss

Die Gesellschaft ist gemĂ€ĂŸ § 92 Abs. 4a AktG verpflichtet, aus der Mitte des Aufsichtsrats einen PrĂŒfungsausschuss zu bestellen, dem mindestens drei Personen anzugehören haben. WĂ€hrend des Berichtsjahres waren mit Mag. Josef Schweighofer, Dr. Reinhard Schanda und DI (FH) Stefan Bauer drei Mitglieder in den PrĂŒfungsausschuss bestellt. Als Vorsitzender des PrĂŒfungsausschusses wurde Mag. Josef Schweighofer gewĂ€hlt. Gleichzeitig wurde er auch als Finanzexperte des PrĂŒfungsausschusses gemĂ€ĂŸ § 92 Abs. 4a AktG nominiert.

Der PrĂŒfungsausschuss hat im Berichtsjahr zwei Sitzungen abgehalten, einzelne Sachgebiete vertiefend erörtert und anschließend dem Aufsichtsrat Bericht erstattet. Im April 2021 wurden alle Themen im Zusammenhang mit dem Jahres- und Konzernabschluss 2020 sowie der Vorschlag fĂŒr die Bestellung des AbschlussprĂŒfers fĂŒr das Jahr 2021 behandelt. Im Oktober 2021 ĂŒbergab der AbschlussprĂŒfer eine Übersicht zum geplanten Ablauf sowie zu den Schwerpunkten der PrĂŒfung fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2021. DarĂŒber hinaus beschĂ€ftigte sich der PrĂŒfungsausschuss mit dem Corporate-Governance-Bericht und der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, ĂŒberprĂŒfte die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems (IKS) inklusive des Risikomanagements und ĂŒberwachte die UnabhĂ€ngigkeit des WirtschaftsprĂŒfers. Der PrĂŒfungsausschuss hatte auch die Möglichkeit, sich ohne Beisein des Vorstands mit dem WirtschaftsprĂŒfer zu beraten und auszutauschen.
 

Vorstand

Im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr wurde das Unternehmen von den VorstĂ€nden Dr. Frank Dumeier (Vorstandsvorsitzender) und DI Dr. Michael Trcka (Finanzvorstand) geleitet. Der Vorstandsvertrag von Dr. Frank Dumeier lĂ€uft bis 31. MĂ€rz 2025 und jener von DI Dr. Michael Trcka bis 30. April 2024.

Ergebnis

Das Jahresergebnis des abgelaufenen GeschĂ€ftsjahres 2021 beurteilt der Aufsichtsrat als zufriedenstellend. BerĂŒcksichtigt man die schlechte Windsituation im Jahre 2021, darf das Ergebnis sogar als sehr zufriedenstellend betrachtet werden. Laufende Kostenoptimierungen, Effizienzsteigerungen in der BetriebsfĂŒhrung und Anpassungen im Stromvertrieb haben das gute Ergebnis trotz schlechter Windsituation ermöglicht. 


RĂŒckblick Betrieb

GrundsĂ€tzlich war das Jahr 2021 im Betrieb fĂŒr die W.E.B das schwĂ€chste Windjahr seit 2003. Es war geprĂ€gt von den EinflĂŒssen der Covid-19-Krise, aber auch von einem stabilen Anlagenbetrieb. 

Mit dem Produktionsergebnis von 1.237 GWh hat die W.E.B um 65 GWh weniger Strom erzeugt als im Jahr zuvor. Das Windaufkommen lag mit 8,43 % deutlich unter dem langjĂ€hrigen Durchschnitt. In unseren Windparks in Deutschland (–15 %) und Frankreich (–13 %) war die stĂ€rkste negative Produktionsabweichung zu verzeichnen, wĂ€hrend die nordamerikanischen Anlagen um 5 % ĂŒber Plan produzierten. 

Operativ lief die Produktion sehr stabil mit einer hohen VerfĂŒgbarkeit der Kraftwerke. Die anhaltenden UnwĂ€gbarkeiten durch Covid-19 erforderten erneut eine hohe FlexibilitĂ€t in der DurchfĂŒhrung der Wartungs- und StörungseinsĂ€tze, die sich oft an den internationalen ReisebeschrĂ€nkungen orientieren mussten. 

Die zentrale Überwachung der Kraftwerke wurde weiter professionalisiert. Im Speziellen wurden die teilautomatisierten AblĂ€ufe fĂŒr die Bearbeitung von Ereignissen aufgrund von Anlagen-Meldungen verbessert.


RĂŒckblick Projektentwicklung

Im vergangenen Jahr wurden knapp ĂŒber 20 MW an neuer KraftwerkskapazitĂ€t in Betrieb genommen. 

Das Projekt, das am meisten regionale Beachtung fand, war die Errichtung und Inbetriebnahme des Windparks in Grafenschlag. Zum einen ist dies der erste neue W.E.B-Windpark seit fast 25 Jahren im Waldviertel, zum anderen stand der Windpark im Fokus von niederösterreichischen Windkraftgegnern. Dennoch konnte der Betrieb planmĂ€ĂŸig aufgenommen werden. 

International fĂŒr die W.E.B von Bedeutung war die Inbetriebnahme der ersten beiden PV-Parks in den USA in der NĂ€he von Boston in Massachusetts. 

FĂŒr Österreich wurde das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz von der EU genehmigt und soll nun den Ausbau von Wind- und PV-Anlagen in Österreich vorantreiben. Wenn nun auch die dafĂŒr notwendigen Maßnahmen auf LĂ€nderebene erfolgen (FlĂ€chenwidmungen und Netzausbau), stehen wir mit guten Projekten aus unserer Projekt-Pipeline bereit. 

Die internationale W.E.B-Projektpipeline kann mit ca. 100 Wind- und PV-Projekten mit einem Gesamt-Potenzial von circa 2 GW ein beachtliches Volumen vorweisen.

Die Entwicklungszeiten bis zum Baubeginn eines Projektes haben sich tendenziell in allen W.E.B-StandortlĂ€ndern weiter verlĂ€ngert. Die Genehmigungsverfahren und die NetzverfĂŒgbarkeiten haben hier den grĂ¶ĂŸten Einfluss. So fĂŒhrte auch beim aktuell grĂ¶ĂŸten Projekt ARIANO in Italien eine Umgenehmigungsschleife zu einer Verzögerung von ĂŒber einem Jahr.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind die Inbetriebnahmen der österreichischen Windparks Matzen-Klein-Harras und Spannberg bereits abgeschlossen; die Inbetriebnahme des US-Windparks Silver Maple in Maine ist fĂŒr das vierte Quartal 2022 geplant. DarĂŒber hinaus ist noch eine Reihe von PV-Anlagen zusammen mit Energiewendepartnern in Österreich in Vorbereitung.
 

RĂŒckblick Stromvermarktung
Im Segment der Stromvermarktung haben wir 2021 die grĂ¶ĂŸte Dynamik erlebt.

ZunĂ€chst konnte die W.E.B im Jahr 2021 die Zahl der versorgten ZĂ€hlpunkte mit mehr als 11.000 zum Jahresende nahezu verdoppeln. In diesem Zusammenhang hat sich auch die Aufstockung des GrĂŒnstrom-Vertriebsteams im Privat- und Businessbereich bezahlt gemacht.

In Europa haben wir im vierten Quartal 2021 eine erhebliche Steigerung der Strompreise erlebt. Einer der Haupttreiber dafĂŒr war der globale Anstieg der Gaspreise, der in Europa durch die außenpolitischen Unsicherheiten um die Ukraine und die Diskussion um Nord Stream 2 verschĂ€rft wurde.

Die hohen Strompreise gefĂ€hrden nun die WettbewerbsfĂ€higkeit industrieller Produktion und damit auch den Wirtschaftsstandort Österreich. Nur durch einen massiven und raschen Ausbau der Erneuerbaren können wir der Preisfalle entkommen und die erforderlichen Strommengen zu wettbewerbsfĂ€higen Preisen zur VerfĂŒgung stellen.

Aus diesem Grund hat die W.E.B im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr auch in Österreich bereits einige langfristige StromliefervertrĂ€ge (Power-Purchase-Agreements; PPA) abgeschlossen. Denn bei den aktuellen Marktpreisen ist es attraktiver, keine Förderungen in Anspruch zu nehmen und den Strom in mittel- und langfristigen VertrĂ€gen direkt an industrielle bzw. gewerbliche Abnehmer zu vermarkten.
 

RĂŒckblick BĂŒrgerbeteiligung

In der Hauptversammlung am 28. Mai 2021 wurden sowohl ein Aktiensplit von 1 : 10 als auch eine Kapitalerhöhung von 10 % des Grundkapitals beschlossen. Der Aktiensplit wurde im Juni umgesetzt, die Zeichnungsfrist der Kapitalerhöhung lief von September bis Mitte Oktober 2021, wobei sĂ€mtliche zur VerfĂŒgung stehenden Aktien gezeichnet wurden. Das Grundkapital wurde folglich von 28.845.300 EUR auf 31.729.830 EUR erhöht. Die Anzahl der Aktien erhöhte sich von 2.884.530 um 288.453 auf 3.172.983. Insgesamt konnten im Rahmen der Kapitalerhöhung 25.221.705 EUR eingeworben werden. 

Die Zahl der AktionĂ€re ist weiter angewachsen und hat im Berichtsjahr die Marke von 5.500 ĂŒberschritten.

Strategie

Im Rahmen der Strategie-Klausur im November 2021 wurde die PrioritĂ€t eines weiteren internationalen Wachstums im ZielverhĂ€ltnis der installierten KapazitĂ€t von 80 % Wind und 20 % PV bestĂ€tigt. 

ZukĂŒnftig wird die Stromvermarktung neben Entwicklung und Betrieb als 3. SĂ€ule der W.E.B-Strategie an Bedeutung gewinnen. FĂŒr Entwicklungsprojekte soll die Stromabnahme in Form von PPAs abgesichert werden und so mittelfristig die UnabhĂ€ngigkeit von geförderten Tarifen erreicht werden. In diesem Kontext wird ein weiterer Schwerpunkt in den Ausbau der ELLA-Ladeinfrastruktur gelegt, um neben der klassischen Stromvermarktung auch Konzepte der Sektorkopplung gezielter unterstĂŒtzen zu können.


Jahresabschluss 2021 und Vorschlag Ergebnisverwendung

Die zur AbschlussprĂŒferin fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2021 bestellte Ernst & Young WirtschaftsprĂŒfungsgesellschaft m.b.H., Wagramer Straße 19, IZD-Tower, 1220 Wien hat den Jahresabschluss fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2021 samt Lagebericht und den Konzernabschluss fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2021 samt Konzernlagebericht geprĂŒft und jeweils den uneingeschrĂ€nkten BestĂ€tigungsvermerk erteilt. 

SĂ€mtliche Abschlussunterlagen, der Gewinnverwendungsvorschlag und alle PrĂŒfungsberichte des AbschlussprĂŒfers wurden im PrĂŒfungsausschuss in einer Sitzung am 7. April 2022 eingehend und detailliert mit den PrĂŒfern besprochen. Weiters hat der AbschlussprĂŒfer fĂŒr die PrĂŒfung des Einzel- und des Konzernabschlusses fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2021 den gesonderten Bericht an den PrĂŒfungsausschuss nach Artikel 11 der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 in Verbindung mit § 92 Abs. 4a Z 2 AktG erstattet. Das Ergebnis dieser PrĂŒfungsausschusssitzung wurde dem Gesamtaufsichtsrat berichtet und die gesetzlich vorgeschriebenen VorschlĂ€ge wurden unterbreitet.

In der Aufsichtsratssitzung am 7. April 2022 wurden der Jahresabschlussbericht und der Konzernabschluss samt Konzernlagebericht in einer gemeinsamen Sitzung mit Vorstand, Aufsichtsrat und WirtschaftsprĂŒfer besprochen.

Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der PrĂŒfungen der WirtschaftsprĂŒfer und des PrĂŒfungsausschusses angeschlossen und den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 gebilligt, den zugehörigen Lagebericht des Vorstands genehmigt und dem Vorschlag fĂŒr die Ergebnisverwendung zugestimmt. Damit ist der Jahresabschluss gemĂ€ĂŸ § 96 Abs. 4 AktG festgestellt. Den Konzernabschluss samt Konzernlagebericht hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. 

Der Aufsichtsrat schließt sich daher dem Vorschlag des Vorstands an, vom Bilanzgewinn in Höhe von 10.355.520,33 EUR eine AusschĂŒttung in Höhe von 6.663.264,30 EUR (2,10 EUR je Aktie) vorzunehmen und den Rest in Höhe von 3.692.256,03 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. 


PrĂŒfung Jahresabschluss 2022

Über Vorschlag des PrĂŒfungsausschusses wurde ein Vorschlag fĂŒr die Wahl des AbschlussprĂŒfers und KonzernabschlussprĂŒfers fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2022 fĂŒr die 23. ordentliche Hauptversammlung vorbereitet. Vorgeschlagen wird als Abschluss- und KonzernabschlussprĂŒferin fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2022 (1. JĂ€nner bis 31. Dezember 2022) die Ernst & Young WirtschaftsprĂŒfungsgesellschaft m.b.H., Wagramer Straße 19, IZD-Tower (Postfach 89), 1220 Wien.

Dank

Abschließend möchte ich im Namen des Aufsichtsrats dem gesamten Vorstand, den GeschĂ€ftsfĂŒhrerinnen und GeschĂ€ftsfĂŒhrern der Konzerngesellschaften sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung fĂŒr ihre erfolgreiche Arbeit im vergangenen GeschĂ€ftsjahr 2021 aussprechen. Mein Dank gilt auch unseren treuen Kundinnen und Kunden, unseren Joint-Venture- und GeschĂ€ftspartnern im In- und Ausland, unseren AktionĂ€rinnen und AktionĂ€ren sowie den Anleihezeichnerinnen und Anleihezeichnern fĂŒr ihr der W.E.B entgegengebrachtes Vertrauen.

 

FĂŒr den Aufsichtsrat

Mag. Josef Schweighofer
Vorsitzender des Aufsichtsrats

Pfaffenschlag, im April 2022